Erlangen

Bäder und Seen rund um Erlangen


Der Hochsommer kann kommen !!!

 Was gibt es im Sommer bei siedender Hitze oder nach einem anstrengenden Arbeitstag Schöneres, als baden zu gehen? Eben. Man geht ins Freibad oder zu den umliegenden Baggerseen. Auf den kommenden Seiten seht ihr die komplette Bandbreite Eurer Möglichkeiten, direkt vor unserer Haustüre. Auf einen tollen Sommer!

 Freibäder:

 

Westbad, Damaschkestraße 129, 09131-8234176:

Das beliebte Westbad wurde im Mai 2017 nach einer aufwändigen Sanierung wieder geöffnet. Nun können die ErlangerInnen in den Regnitzauen wieder einen Kurzurlaub im Grünen genießen. Vier Becken gibt es: Das Planschbecken mit allerlei Wasserspielen samt Spielplatz daneben für die Kleinsten, ein Kinderbecken mit zwei Rutschen, ein Sportbecken und das Sprungbecken mit dem beliebten 10 m-Turm. Es gibt Beachvolleyballfelder und Tischtennisplatten. Das Bad ist komplett barrierefrei. So können die einzelnen Bereiche auch mit dem Kinderwagen gut erreicht werden.Mehr Infos unter: www.estw.de/baeder

Röthelheimbad, Hartmannstraße 121, 09131-823 4823:

Auch das Röthelheimbad im Stadtsüden ist ein Bad für die ganze Familie. Es gibt ein 50 m-Sportbecken und ein Nichtschwimmerbecken mit einer breiten Wasserrutsche, einem Strömungskanal, Sprudeldüsen und dem Wahrzeichen des Bades, dem roten Wasserpilz. In sicherer Entfernung zu diesen Becken liegt der Kleinkindbereich mit einem großzügigen Planschbecken samt Wasserspielzeug und Sonnensegel. Ein Spielplatz im Schatten der alten Bäume gehört ebenso zum Inventar wie der „Affenfelsen“ für die Sonnenanbeter und zwei Beachvolleyballfelder. Die zum Bad gehörende Hannah-Stockbauer-Halle ist im August wegen Revisionsarbeiten geschlossen.

 

Baggerseen:

Wie der Name schon sagt, entstehen Baggerseen nicht auf natürlich Weise, sondern durch Baggerarbeiten beim Abbau von Sand oder Kies. Die Renaturierung schreibt vor, dass die übrig gebliebenen Abbaulöcher landschaftlich gestaltet, mit Wasser aufgefüllt und bepflanzt werden. Es gibt sie vielerorts in unterschiedlichen Formen und Größen und sie werden gerne zum Schwimmen und Baden genutzt. Zwar ist an vielen Baggerseen das Baden eigentlich verboten, dennoch gibt es genügend Plätze, wo Gemeinden darüber hinwegsehen und es, weil nicht komplett zu verhindern, zumindest geduldet wird.

 

Für Familien: der Baiersdorfer Badeweiher

Der Baiersdorfer Weiher, offiziell: Angersee, ist ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der See liegt nahe der Hemhofener Straße von Baiersdorf nach Röttenbach. Kurz nach der Ortsausfahrt Baiersdorf befindet sich nach der Brücke über die Regnitz und vor der Brücke über den Europakanal rechts ein Parkplatz. Parken kostet bis 2 Stunden 1€, für die Tageskarte werden 2€ fällig. Von hier aus sind es noch rund 500 Meter auf einem geschotterten Weg bis zum See. Wer Kinder und entsprechend Gepäck dabei hat, dem leistet ein Trolley hier durchaus wertvolle Dienste. Am Westufer stehen große Liegeflächen zur Verfügung und viele Bäume sorgen für schattige Plätzchen. Für FKK-Freunde gibt es im nördlichen Ende des Sees einen abgeschirmten Bereich, wo man sich nahtlos bräunen lassen kann. Im Süden des Sees befindet sich ein kleiner Strand, der vor allem für kleinere Kinder gut geeignet ist, da es hier flach hineingeht und man wunderbare Sandburgen bauen kann. Bei Familien ist dieser See daher sehr beliebt, aber auch das größere Jungvolk kommt gerne her. Auf den Wiesen ist Platz zum Spielen und Toben und die gute alte Frisbeescheibe kommt hier wieder zum Einsatz. Eigentlich sind alle Altersgruppen, je nach Tages- und Uhrzeit unterschiedlich stark, hier vertreten, auch die älteren Herrschaften kommen gerne her, um einen schönen Tag oder Abend zu genießen. Offenes Feuer, Grillen und Campen sind grundsätzlich nicht erlaubt und das Mitführen von Hunden ist hier ebenfalls nicht gestattet. Das bewahrt die Besucher dann auch vor deren Hinterlassenschaften, durchaus ein Pluspunkt. Allerdings weist die Stadt Baiersdorf ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um einen Badesee handelt, der See wird also nicht beaufsichtigt und Baden erfolgt hier auf eigene Gefahr. Sanitäre Anlagen oder Kiosk sind nicht vorhanden, daher muß alles, was man für einen Badetag braucht, selbst mitgebracht werden. Mülltonnen und Sitzgelegenheiten sind vereinzelt aufgestellt, so dass die Besucher einen sauberen und gemütlichen Erholungsplatz vorfinden, der sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Auto gut zu erreichen ist. An den Wochenenden ist es naturgemäß immer etwas belebter als unter der Woche, aber in dem großzügigen Gelände findet man eigentlich immer ein Plätzchen. Der Baiersdorfer Weiher im Regnitzgrund weist allgemein eine gute Wasserqualität auf.

 

Für alle: der Dechsendorfer Weiher (auch Großer Bischofsweiher)

Der Dechsendorfer Weiher liegt im Nordwesten der Stadt Erlangen und ist als das Naherholungsgebiet vor allem im Sommer ein beliebtes Ziel. Rund 200 Parkplätze sind vorhanden und auch mit dem Fahrrad ist er gut zu erreichen. Sonnige Liegewiesen laden zum Entspannen ein und wer es sportlich mag, kann über den Rundwanderweg um den See joggen. Auch die Surfer und Segler kommen auf ihre Kosten: zwei Segel- und ein Surfclub sind hier ansässig. Und wer´s gemütlicher mag, kann im gemieteten Tretboot über´s Wasser schippern. Für das leibliche Wohl sorgen ein Kiosk im Süden, einer im Osten und verschiedene Lokale in unmittelbarer Nähe. Knapp 4 km Ufer kann der See aufweisen und bei einer Wasserfläche von etwa 37 ha ist er auch nicht gerade klein. Er ist als Badesee ausgewiesen und von Montag bis Freitag (10 – 17 Uhr) und an Wochenenden und Feiertagen (9 – 18 Uhr) auch DLRG-überwacht. Die Anlagen bieten alles, was man an Komfort für einen Badetag braucht: Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen sind vorhanden. Auch Grillen ist an den dafür vorgesehenen Plätzen erlaubt. Und wie schon erwähnt kann man außer Baden auch noch Bootfahren, Surfen und Segeln. Auch der neuen Trendsportart Stand Up Paddling, also Stehpaddeln, kann man hier nachgehen und den See aufrecht auf einer Art Surfbrett stehend befahren. Das Thema „Baden“ ist am bzw. im Dechsendorfer Weiher leider so eine Sache, denn immer wieder tritt ein altbekanntes Problem auf und vermiest den Badespaß: richtig, die Blaualgen! Sie sorgen alljährlich für zumindest zeitweise Badeverbote. Nach Angaben der Stadt Erlangen wird die Situation täglich beobachtet und kontrolliert. Bei Bedarf werden Warnschilder aufgestellt oder ein Badeverbot ausgesprochen. Das war leider auch der Stand bei Drucklegung dieser hugo!-Ausgabe Ende Juli. Bleibt zu hoffen, dass dieser Zustand sich schnell bessert und Groß und Klein wieder hier baden können, denn für alle, Schwimmer wie Nichtschwimmer, Alte und Junge, Große wie Kleine bietet der Dechsendorfer eigentlich schöne Bedingungen: flacher überwachter Nichtschwimmerbereich, tiefere Stellen für Schwimmer u.s.w. .

Zum Glück dient der „Dechsi“ aber auch als beliebte Kulisse und Location zum Grillen, Feiern, Wandern und Spazierengehen oder für diverse Openair-Veranstaltungen.

 

Für Jugend und Junggebliebene: der Oberndorfer Weiher

In Oberndorf, einem Ortsteil von Möhrendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt, liegt der Oberndorfer Weiher. Er liegt etwa 5 km von Erlangen entfernt am Ostrand, ist etwa 300 m lang und 30 m breit und schön begrünt. Ihn kennt jeder in der Gegend ebenso wie die direkt am Weiher ansässige Wirtschaft. Der Oberndorfer Weiher ist ein Privatgewässer und nicht öffentlich. Es wird lediglich geduldet, dass hier gebadet wird, aber keine Verantwortung oder gar Haftung bei Unfällen übernommen! Auch Daten und Infos bezüglich Wasserqualität oder ähnlichem liegen deshalb natürlich nicht vor. Aber das hält niemanden davon ab, sich hier den Badefreuden hinzugeben. Das Gelände und der Weiher sind mit Weiden gesäumt, die wunderbar Schatten spenden und Badefreudige fast jeglichen Alters tummeln sich hier. Für ganz kleine Kinder ist der Weiher nicht geeignet, da es kaum flache Stellen zum Hineingehen gibt. Aber größere Kinder und Jugendliche genießen den Badetag hier mit Luftmatratzen oder sonstigem aufblasbarem Getier oder stürzen sich von über´s Wasser ragenden Ästen ins kühle Nass. Den Weiher der Länge nach zu durchschwimmen und sich dann wieder unter eine Weide legen, mit Freunden quatschen oder in einem Buch zu schmökern, das ist es, weswegen man hierherkommt. Ein Mehrwert liegt natürlich auch in der Nähe zu dem beliebten Lokal: wieder abgetrocknet und angezogen ist man dann auch im Biergarten der Fischküche Reck wieder willkommen und kann den Tag mit einem Bierchen und einer Brotzeit beschließen.

 

Für niemanden: der Baggersee Dormitz / Kleinsendelbach

Er zählte wohl zu den beliebtesten und auch bekanntesten Baggerseen in unserer Region. Kein Wunder, wo findet man hierzulande schon ein Badegewässer mit solch einem wunderbaren Sandstrand? Entsprechend groß war der Zulauf in den Sommermonaten, beliebt bei Jung und Alt war hier immer was los. Auf eine genaue Weg- und Lageplanbeschreibung verzichten wir hugo!s an dieser Stelle, denn der Badesee, der eigentlich noch nie einer war, ist auch wirklich keiner mehr! Der Kleinsendelbacher Baggerweiher ist wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt worden und es wird hier gearbeitet und Sand gebaggert. Hinweistafeln, Verbotsschilder und Zugangssperren in Form von aufgetürmtem Gestrüpp und Ästen bezeugen dies und dienen vor allem dazu, dass niemand zu Schaden kommt. Also müssen wir diesen Baggersee von der Liste streichen und empfehlen dringendst und zu eurer eigenen Sicherheit, das Verbot zu respektieren. Zum Glück gibt es genug Alternativen!

 

Für Naturliebhaber und Begleiter auf vier Pfoten: die Marloffsteiner Tongrube

Die Marloffsteiner Tongrube liegt zwischen zwischen Marloffstein und Forchheim am nördlichen Ortsausgang von Marloffstein. An der Straße rechts steht ein großer gelber Wasserturm mit Möglichkeit zum Parken. Das Gelände um die ehemalige Tongrube ist als Biotop ausgewiesen und der Weg zu ihr mit einem Holztor versperrt, allerdings umgeht ein deutlich ausgetretener Trampelpfad das Tor und man scheint sich hier damit abgefunden zu haben, dass sich Badefreudige und Spaziergänger nicht so einfach fernhalten lassen. Das Gelände ist etwas unübersichtlich und man findet schöne intimere nicht so leicht einsehbare Plätze, die auch etliche FKK-Freunde anlocken. Im Schilf brüten viele Vögel und Hinweistafeln bitten die Besucher sich entsprechend rücksichtsvoll zu verhalten. Da es sich bei diesem See um ein ehemaliges Tongrabwerk handelt, besteht der Boden aus schlammigem, tonhaltigem Matsch, was aber dem Badespaß keinen Abbruch tut. Zahlreiche Pfotenspuren im Uferbereich zeugen davon, dass dieser See besonders bei Hundebesitzern bzw. den Hunden ausgesprochen beliebt ist. Zelten und offene Feuerstellen sind natürlich grundsätzlich verboten. Überflüssig zu erwähnen, dass auch keine Toiletten, Kiosk oder ähnliches vorhanden sind und das Baden ist hier bestenfalls geduldet, auf keinen Fall ist es erlaubt und damit hält sich jeder Besucher hier auf eigenes Risiko auf. Dafür hat man seine Ruhe und die Kenner und Liebhaber der Tongrube gehen freundlich miteinander um. Für Familien mit Kindern nicht unbedingt die erste Wahl und auch Jugendliche, die sich austoben und feiern wollen, finden hier nicht die dafür geeigneten Möglichkeiten. Auch auf Baywatch-Nixen hofft man hier vergeblich, aber vielleicht rettet einen ja ein zufällig anwesender Labrador, sollte man hier in Seenot geraten… .

 

Für Schwimmer: der Neubertsee bei Hirschaid

Fährt man von der A73 bei Hirschaid ab und über die Maximilianstraße am Kreisverkehr in die Industriestraße, gelangt man hinter dem großen Möbelhaus direkt zu diesem See. Platz zum Parken gibt es hier genug (wo hat man das schon?), und wer kein Rad oder Auto hat, kann auch relativ gut mit dem Zug nach Hirschaid fahren und dann ca. 10 Minuten zum See laufen. Die Uferböschung ist zum Teil sehr stark mit Büschen und Bäumen bewachsen, die jedoch auch entsprechend Schatten bieten. Trampelpfade führen hinunter zum Ufer, teils mit sehr schönen, aber kleinen, sandigen Abschnitten. Ein Teil des Sees Richtung Altendorf ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, dort darf man nicht baden. Sogar Surfen ist erlaubt, wobei man aber an vielen Tagen mit Windstille zu kämpfen hat. Einen Kiosk direkt am See gibt es nicht, allerdings sind es zum Supermarkt oder McDonalds nur ein paar hundert Meter. Leider bietet die ehemalige Kiesgrube kaum Liegemöglichkeiten. Grillen und offenes Feuer sind hier nicht erlaubt. An den Wochenenden wird der See sogar von der DLRG überwacht und 2016 wurde diesem Gewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Angler sieht man häufig, denn Karpfen & Co. fühlen sich hier auch recht wohl. Ca. 3m tief ist der See, die Länge wird mit etwa 750m und die Breite mit etwa 300m angegeben. Das Wasser erscheint zwar etwas trübe, aber das sollte einen nicht davon abhalten hinein zu steigen, denn hier kann man richtig schwimmen! An den Wochenenden abends trifft sich hier das Partyvolk, sehr zum Ärger der Angler, und leider bleibt auch öfter deren Abfall liegen.

 

Übrigens: Entsprechend der Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung von Badegewässern (Bayerische Badegewässerverordnung – BayBadeGewV) und entsprechend einer Richtlinie des Europ. Parlamentes und des Rates über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung werden als Badegewässer ausgewiesene Seen regelmäßig überwacht. Die festgelegten EU-Badegewässer werden von den zuständigen Staatlichen Gesundheitsämtern hygienisch überwacht, die sich streng an die Vorgaben halten müssen. Veröffentlichte Informationen zur Badegewässerqualität findet man im jährlichen Bericht der Länder über die Europäische Kommission. Auch in der Übersicht der EU-Badestellen in Bayern und deren Bewertung sind Daten veröffentlicht. Am Ende jeder Badesaison werden die berichtspflichtigen Überwachungsergebnisse an die EU-Kommission gemeldet und wiederum von dieser veröffentlicht.

 

Wir wünschen einen schönen Badesommer !!!