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Hugo im Gespräch mit Antonella Pileio


Hugo im Gespräch mit Antonella Pileio

hugo!: Getroffen haben wir uns an der Wiesent, sozusagen am Wasser. Sag uns doch bitte, warum das Dein Lieblingsplatz in Forchheim ist? Antonella Pileio: Ich bin schon als Kind hierher nach Forchheim aus meiner Heimat gekommen und finde gerade hier, dass Forchheim so attraktiv ist. Es ist so schön klein. Auch habe ich sehr viele Freunde hier. Ich war mal kurz weg, so eineinhalb Jahre, da war ich in Jena. Dort habe ich gemerkt, dass ich Forchheim sehr vermisst habe und spürte in meinem Herz wie wichtig mir Forchheim und seine Menschen sind. hugo!: Was macht Forchheim für Dich so besonders? Antonella Pileio: Die Leute und die schö- nen Häuser. Forchheim und die Altstadt haben was ganz Besonderes. Ganz toll finde ich das „Bächle“ in der Hauptstraße. Das hat verleiht der Stadt ein kleinwenig den Flair von Venedig. Einfach schön! hugo!: Du bist ja, wie man so schön sagt, eine Vollblutgastronomin, eine wirkliche Gastgeberin. Was liebst Du an dieser Rolle? Antonella Pileio: Dass ich die Freundlichkeit zurück bekomme mit einem Lächeln von meinen Gästen. Und auch die Komplimente dazu geben mir die Kraft immer wieder auf´s Neue in den Tag zu starten. So beflügelt das meinen ganzen Tag. Einem lächelnden Menschen kann man einfach nicht böse sein. Darum gebe ich meinen Gästen gerne die Aufmerksamkeit, die Sie verdient haben. hugo!: Was möchtest Du den Menschen in Forchheim gerne einmal sagen? Antonella Pileio: Dass ich eine Italo-Fränkin bin. hugo!: Deine Zeit in der Gastronomie fordert Dich ja den ganzen Tag. Gibt es da eigentlich noch Zeit für Hobbys oder dergleichen? Antonella Pileio: Ja, ich lese sehr gerne. Abends, wenn ich schlafen gehe, habe ich immer ein Buch an meiner Seite. So kann ich nach der Arbeit entspannen und abschalten. Ganz besonders gerne lese ich Liebesgeschichten. hugo!: Wie schaut ein typischer Arbeitstag für Dich aus? Antonella Pileio: Erstmal früh aufstehen und einen Espresso trinken. (lacht) Dann gehe ich einkaufen, immer mit einem Lächeln im Gesicht. Danach zur Bank, Kleingeld holen. Anschließend gehe ich in meine Trattoria und bediene meine Gäste. In der Pause mache ich dann den Haushalt in der Wohnung, dazu reicht die Pause gerade so aus. Abends geht’s dann schon wieder weiter im Lokal. Aber niemals das Lächeln vergessen. hugo!: Wolltest Du schon immer ein Restaurant besitzen? Antonella Pileio: Eigentlich nicht. Ich wollte immer Mode machen, da wir Italiener ja so berühmt für Mode sind. Ich hatte sogar in Forchheim eine kleine italienische Boutique, die Stylisimmo hieß und sie lief auch sehr gut. Das war damals immer sehr schön. So konnte ich zweimal in der Woche nach Italien reisen und das Neueste einkaufen. Nach Bologna bin ich da immer gefahren. hugo!: Also liegt das eher in der Familie? Antonella Pileio: Ja, als Kind ging das schon los. Schon im Bauch von meiner Mutter hatte ich das Gefühl das ich doch zur Gastronomie gehöre. Ich musste das Modegeschäft aufgeben. Mein Bruder hatte gesundheitliche Probleme, weil er an der Hüfte operiert wurden und da musste ich mich entscheiden: Mode oder Gastronomie – und voila hier bin ich (lacht). hugo!: Was würdest Du Dir von der Stadt wünschen, damit die Gastronomie mehr belebt wird und in dieser schönen Stadt besser zur Geltung kommt? Antonella Pileio: Die Parksituation müsste verbessert werden. Das Parken in Forchheim ist schlimm. Das merke ich auch an meinem Geschäft und an den Gästen. Sie kommen hierher zum Essen und möchten kurz parken. Dann darf ich mir anhören: „Ich habe schon einen Zettel (Strafzettel Anm.d.R.) dran.“ Das ist eine große Katastrophe. hugo!: Wenn Du drei Wünsche frei hättest? Antonella Pileio: Spaghetti essen, dazu ein gutes Glas Wein. (lacht) Nein, das habe ich ja alles. Das wichtigste wäre mir die Gesundheit und das gleich drei mal für meine Familie und meine ganzen Freunde. Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit! Gerade, wenn man heutzutage oft mitbekommt, dass da ein Freund gestorben ist und dort… . hugo!: Vollende bitte folgenden Satz: „Forchheim ist für mich…“ Antonella Pileio: … Leben! hugo!: Was sollte man im Leben einmal gemacht haben? Antonella Pileio: Unbedingt einmal nach Italien fahren. In Kalabrien muss man einmal gewesen sein! Einen haben wir noch… Morgens Kaffee oder Tee oder gar keine Zeit zum Frühstücken? Grundsätzlich keine, aber Espresso ! Der letzte Kinofilm, den Du gesehen hast? The Fast and the Furious 8 in Nürnberg. Das letzte Buch, das Du gelesen hast? Für immer und ewig. Urlaub in den Bergen, am Meer oder dann doch lieber in der Stadt? Am liebsten am Meer. Aber ich liebe auch Städte. Berge mag ich nicht so sehr. Drei im Weggla, Saure Zipfel oder doch lieber Sushi? Drei im Weggla. Ein Laster, bei dem Du Dich immer wieder erwischst? Das ist nicht wirklich ein Laster eher ein Gedanke. Die Öffnungszeiten, denn manchmal denke ich mir wie schön wäre es am Wochenende mal frei zu haben. Also einfach mal frei zu haben. Lieblingsfernsehsendung oder Lieblingsserie? Sturm der Liebe. Was darf im Kühlschrank niemals fehlen? Weißwein. Wir bedanken uns für das nette Gespräch und wünschen weiterhin viel Kraft und gute Geschäfte!


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