Forchheim

Hugo im Gespräch mit Josua Flierl


Hugo im Gespräch mit Josua Flierl

hugo!: Getroffen haben wir uns in Deinem Büro, „Zurich Versicherungen Forchheim“ in der Hornschuchallee. Sag uns doch bitte, welches Dein Lieblingsplatz in Forchheim ist?

 

Josua Flierl: Wir haben zwei Büro-Standorte. Zum einen in Ebermannstadt und hier in Forchheim. Da ich sehr viel Zeit hier, entweder hinten im Büro, oder wie jetzt im Besprechungszimmer verbringe, ist das gewissermaßen mein Lieblingsplatz.

 

hugo!: Was macht Forchheim für Dich so interessant, dass Du hiergeblieben bist und nicht nur Deine Firma, sondern auch Dein Lebensmittelpunkt in dieser Kleinstadt ist?

 

Josua Flierl: Grundsätzlich finde ich an Forchheim schön, dass es sich seinen familiären Charakter erhalten hat. Wenn man sich ein wenig engagiert und auf Menschen zugeht, hat man immer wieder das Gefühl, dass man unter Menschen ist, mit denen man plaudern kann, mit denen man sich austauschen kann. Das ist nicht so anonym wie in anderen Städten, wo man nur wenige Menschen kennt. Auf der einen Seite hat Forchheim wie gesagt den familiären Charakter, aber auf der anderen Seite in vielerlei Hinsicht – ganz besonders in wirtschaftlicher Hinsicht – ist die Stadt sehr offen und genießt einen exzellenten Ruf, der sich mittlerweile weit verbreitet hat.

hugo!: Du bist jetzt schon seit einigen Jahren Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr. Wie kam es dazu, dass Du schon in so jungen Jahren eine so verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hast?

 

Josua Flierl: Ich bin ja kein klassischer Feuerwehrler, der von seiner Jugendzeit an schon bei der Feuerwehr war, sondern ein Quereinsteiger. Es war so, dass mein Vorgänger, Siegfried Beitlich, schwer erkrankte – mittlerweile ist er leider Gottes schon verstorben – einen Nachfolger suchte. Da mich der ein oder andere aus der Feuerwehr schon kannte, sind sie auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir dieses Amt zutrauen würde. Ich habe lange überlegt, habe einige Gespräche geführt und mich dann entschieden dafür zu kandidieren. Eine Wahlperiode dauert immer sechs Jahre. Mittlerweile wurde ich wiedergewählt und befinde mich in der zweiten Periode. Das macht mir sehr viel Spaß und ich fühle mich auch sehr wohl hier.

 

hugo!: Jetzt habt Ihr ja in der Freiwilligen Feuerwehr in Forchheim nicht allzu große Nachwuchsprobleme. Was würdest Du trotzdem der Jugend mit auf den Weg geben, um sich für ein solches Ehrenamt zu entscheiden?

 

Josua Flierl: Grundsätzlich macht ehrenamtliches Engagement großen Spaß. Es gibt einem etwas zurück. Zum einen, dass man für andere Menschen einfach da ist, unabhängig von Hautfarbe, Religion, arm oder reich. Wenn jemand unsere Hilfe benötigt, wird ihm geholfen. Zum anderen ist es gerade hier im Feuerwehrbereich sehr interessant – nicht nur, was kameradschaftliche Werte angeht, sondern auch weil man in technischer Hinsicht auf dem neuesten Stand ist. Man ist immer mitten im Geschehen und ist täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Im Übrigen ist es einfach schön zu sehen, wie kameradschaftlich im Ernstfall bei einem Einsatz miteinander umgegangen wird. Natürlich wird man dabei auch mit Leid konfrontiert, das lässt sich leider Gottes nicht vermeiden.

 

hugo!: Seit knapp zehn Jahren sitzt Du jetzt schon für die CSU im Stadtrat und machst Dich da ganz besonders als Jugendbeauftragter für junge Menschen stark. Was würdest Du Dir wünschen, wie man das Angebot für die Jugend verbessern oder leichter für junge Leute Möglichkeiten schaffen kann?

 

Josua Flierl: Grundsätzlich bin ich als Jugendbeauftragter der Stadt Forchheim ja dazu da, nicht aktiv in die Jugendarbeit einzugreifen, sondern die Akteure zu vernetzten und konstruktiv zu unterstützen. Daneben bietet es sich an, eigene Ideen, die vor allem die junge Generation ansprechen, einzubringen – wie zum Beispiel in der Initiative für das Foodtruck-Festival oder Hüpfburgen-Festival geschehen. Ein großes Manko ist natürlich, dass es für die Klientel zwischen 18 und 25 Jahren im Bereich „Abend gestalten“ Nachholbedarf besteht. Hier muss leider auf die größeren Nachbarstädte ausgewichen werden. Hier wäre sehr wünschenswert, wenn sich aus dem Bereich der Gastronomie etwas etablieren würde. Ich persönlich fand es auch sehr schade, dass die  Initiative eines Forchheimers während des Altstadtfestes in der Kaiserpfalz ein jugendspezifisches Program zu etablieren, im Keim erstickt wurde. Gerade bei so einem Traditionsfest hätte man für deutlich jüngeres Publikum mal was schaffen können. Ich hoffe, dass es in naher Zukunft die eine oder andere Möglichkeit gibt, so etwas noch einmal anzupacken. Es muss ja nicht jedem gefallen, mir gefällt auch nicht alles, aber es gibt nun mal unterschiedliche Zielgruppen und da wäre es wünschenswert auf diese auch einzugehen.

 

hugo!: Also würdest Du es befürworten, wenn das mal jemand anpackt, um da etwas Neues beziehungsweise jungen Schwung in die Freizeitszene zu bringen?

 

Josua Flierl: Ja, speziell für die Jüngeren. Das ist auch so eine Sache, die mir als Jugendbeauftragter immer wieder zugetragen wird. „Wenn wir mal feiern wollen, dann müssen wir nach Bamberg, Nürnberg oder Erlangen“, das höre ich immer wieder.  Es gibt hier ein paar sehr schöne Kneipen wie die Funzl, wer aber tanzen gehen möchte, muss leider die Stadt verlassen.

 

hugo!:Jetzt bleibt Dir ja bei diesen vielen Aufgaben wie Feuerwehr, Stadtratssitzungen und Jugendbeauftragter, was ja noch mit zusätzlicher Arbeit behaftet ist, sehr wenig Zeit für Hobbys und Privatleben. Ist die Feuerwehr schon Dein Hobby oder gibt es da noch etwas, wo Du Dich verwirklichen kannst?

 

Josua Flierl: Ich muss grundsätzlich sagen: mein gesellschaftliches Engagement ist mein größtes Hobby. Stadtrat, Feuerwehr und auch die Arbeit als Jugendbeauftragter sehe ich als ein solches. Darüber hinaus bleibt nicht wirklich viel Zeit.

 

hugo!: Vollende bitte folgenden Satz: „Forchheim ist für mich…“

 

Josua Flierl: … Heimat und der Ort, an dem ich sehr wohl fühle. Im Prinzip ein „Place to be“.

 

hugo!: Was sollte man im Leben einmal gemacht haben?

 

Josua Flierl: Man sollte auf jedenfall mal auf dem Annafest gewesen sein.

 

 

Einen haben wir noch…

 

hugo!: Morgens Kaffee oder Tee oder gar keine Zeit zum Frühstücken?

Josua Flierl: Bin kein „Frühstücker“, nur einen Espresso im Büro.

 

Hugo!: Der letzte Kinofilm, den Du gesehen hast?

Josua Flierl: „Schweinskopfs al dente“.

 

Hugo!: Das letzte Buch, das Du gelesen hast?

Josua Flierl: „Mein Leben“ von Marcel Reich-Ranicki

 

Hugo!: Urlaub in den Bergen, am Meer oder dann doch lieber in der Stadt?

Josua Flierl: Am liebsten eine Kombination aus allem. Eine Städtereise mit ein paar Tagen am Meer und im Winter Skifahren in den Bergen.

 

hugo!:Drei im Weggla, Saure Zipfel oder doch lieber Sushi?

Josua Flierl: Drei im Weggla, aber lieber mit den groben Fränkischen.

 

Hugo!: Ein Laster, bei dem Du Dich immer wieder erwischst?

Josua Flierl: Dass ich mich im Alltag von den sozialen Medien zu oft ablenken lasse.

 

hugo!:Lieblingsfernsehsendung oder Lieblingsserie?

Josua Flierl: Two and a half man (alte wie auch neue Folgen).

 

hugo!: Was darf im Kühlschrank niemals fehlen?

Josua Flierl: Weißwein.

 

hugo!: Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Kraft fürs Ehrenamt und gute Geschäfte!


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