Forchheim

hugo! im Gespräch mit Udo Schönfelder


hugo! im Gespräch mit Udo Schönfelder

hugo!: Eigentlich treffen wir uns ja immer am Lieblingsort unseres Gesprächspartner, aber auf Grund der engen Termine war uns das ja leider bei Dir nicht möglich. Was ist denn Dein Lieblingsort und was macht ihn so besonders? Udo Schönfelder: Mir gefallen viele Plätze in Forchheim, je nach Wetter ganz unterschiedliche. Am liebsten bin ich dann mit Familie oder Freunden zusammen. Und nach einem mal sehr zeitintensiven Tag selbstverständlich auch das heimische Sofa, gern auch mal mit ´ner Katze auf dem Bauch. hugo!: Nun bist Du ja auch schon viele Jahre sehr engagiert in der CSU tätig und hast ja nicht nur den Fraktionsvorsitz übernommen. War es schon immer ein Wunsch von Dir in die Politik zu gehen? Udo Schönfelder (lacht): Ich bin da so ´reingeschlittert… Nein, im Ernst: Ich war und bin in nicht wenigen Vereinen Mitglied oder Funktionär und dort lernt man demokratische Spielregeln. Auf kommunalpolitischer Ebene war ich zunächst Geschäftsführer im CSU-Ortsverband in der Ära des Ortsvorsitzenden und Bürgermeisters Hermann Ammon. Im Jahr 1996 wurde ich erstmals in unseren Stadtrat gewählt und bin seit neun Jahren Vorsitzender unserer CSU-Stadtratsfraktion. Ich empfi nde es als große Ehre, dieses Amt zum Wohle unserer Stadt und aller Mitbürgerinnen und Mitbürger auszuü- ben. Sowohl der Dialog mit allen Kolleginnen und Kollegen sowie das Mitgestalten des unmittelbaren kommunalen Umfelds halte ich für eine herausfordernde Aufgabe, die mir meistens auch sehr gut gefällt, vor allem wenn man um gute Lösungen erfolgreich gerungen hat. hugo!: Was motiviert Dich eigentlich immer wieder, auch nach Rückschlägen, weiter für Deine Sache in der Stadt zu kämpfen? Udo Schönfelder: Wenn man mal seine Linie nicht durchsetzen kann, ist das kein Beinbruch. In demokratischen Organisationsformen ist das nichts Unübliches. Wobei sich die Quote solcher Fälle im überschaubaren Rahmen hält, teils auch dank Unterstützern außerhalb der eigenen Fraktion. Wenn mal etwas gar nicht klappt, halte ich es für erforderlich, dann nachzudenken, woran es liegt. Beispielsweise, dass es sachpolitisch tatsächlich bessere Alternativen gab oder es nicht gelungen ist, mit guten Argumenten für die bevorzugte Lösung erfolgreich Überzeugungsarbeit zu leisten. hugo!: Jetzt beginnt zwar gerade der Weihnachtsmarkt, aber trotzdem freut sich doch schon wieder jeder Forchheimer auf die fünfte Jahreszeit, das Annafest. Was macht dieses Fest für Dich so besonders?

Udo Schönfelder: Es gibt da einen ganz persönlichen Grund: einer meiner „früheren Verwandten“, Bürgermeister Balthasar Schönfelder, war der Mitinitiator. Er griff die Idee auf, Wallfahrer, Bierbrauer und Kellerwirte sowie die Schützen, die 1840 vom Schießanger in den Kellerwald umzogen, zusammenzubringen. Und ansonsten ist es einfach super, wenn man auf dem Annafest geplant oder zufällig langjährige Bekannte trifft. Es ist das schönste Fest Frankens mit den attraktivsten Bierkellern, die es gibt! hugo!: Hast Du eigentlich noch Zeit für Deine Familie oder Hobbys? Udo Schönfelder: Ich nehme mir bewusst Zeit für meine Familie und gehe auch beispielsweise mal nicht ans Telefon, wenn wir zusammensitzen. Man muss nicht immer erreichbar sein und es tut gut, „zeitliche Oasen“ zu pfl egen. Bei meinen Hobbys – Vereine, Sport und Garten – müssen Termine ab und an tatsächlich mal geschoben werden, da Beruf und Kommunalpolitik durchaus spürbar zeitliche Ressourcen binden. hugo!: Lass´ uns ein wenig „Wünsch Dir was“ spielen. Wenn Du drei Wünsche frei hättest, dann wären das welche? Udo Schönfelder: Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für uns alle! Ein friedliches und tolerantes Zusammenleben und dass die Entscheider der „großen Politik“ bei wirklich wichtigen Themen nicht nur auf die nächste Wahl oder ihr eigenes Ego schauen. Sondern, dass sie vorausschauend, verantwortungsvoll und nachhaltig die richtigen Entscheidungen treffen. hugo!: Was sollte man Deiner Ansicht nach einmal im Leben gemacht haben? Udo Schönfelder: Haus(um)bau, Familie gründen, Baum pfl anzen und dann noch einen Marathon und den Jakobsweg laufen. hugo!: Vollende bitte folgenden Satz: „Forchheim ist für mich…“ Udo Schönfelder: …meine Heimatstadt, die mir sehr am Herzen liegt. Einen haben wir noch… Der letzte Kinofilm, den Du gesehen hast? Grießnockerlaffäre, Eberhofer und Birkenberger, schwarzer Humor pur! Das letzte Buch, das Du gelesen hast? Alexander von Humboldt und die „Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf Urlaub am Meer, in den Bergen oder dann doch lieber in einer Stadt? Derzeit lieber in den Bergen, wobei wir heuer erstmals an der Mecklenburgischen Seenplatte waren, was uns sehr gefallen hat. Drei im Weggla, saure Zipfel oder doch lieber Sushi? Gern in dieser Reihenfolge! Deine Lieblingsfernsehsendung oder Lieblingsserie? Länder-Menschen-Abenteuer. Was darf im Kühlschrank nicht fehlen? Gesundes wie Joghurt,aber auch deftige fränkische Brotzeit! Wir bedanken uns für das nette Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg und Schaffenskraft!


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