Kultur

Neues vom Jungen Theater


Poetry Slam am Mittwoch, den 4. und am 25. Oktober, jeweils 20 Uhr. Wer Literatur staubig findet, der hat wohl noch nie von Poetry Slam gehört. Was das sein soll? Poetry Slam ist eine Art Dichterschlacht. Hier treffen Rebellen der modernen Literatur, Rockstars der Dichtung, Entertainer, Seelenstreichler, stille Wasser und Wortgiganten aufeinander, um ihre Kräfte in Form von selbstgeschriebenen Texten zu messen. Der Forchheimer Slam ist mit seiner langen Bestehensgeschichte schon Kult und ein wichtiger Bestandteil der Fränkischen Slamszene. Nach jahrelanger Wanderschaft hat er sein Zuhause im Jungen Theater gefunden. Einmal im Monat betreten ausgewählte Wortakrobaten von Nah und Fern nun die Bühne und werben um die Gunst des Publikums. Jeder Slam ist dabei wie eine Wundertüte: Was genau passieren wird, lässt sich nie vorhersagen, jedoch sind Gänsehaut und Lachanfälle vorprogrammiert. Wer die Bühne schlussendlich als Sieger verlassen darf, entscheidet ihr. Neugierig geworden? Vollkommen zurecht! Kommt vorbei und lasst euch verzaubern! Improvisationstheater Holterdiepolter am 6. Oktober um 20 Uhr. Schon 2 mal gastierte das Improvisationstheater Holterdiepolter in den letzten beiden Jahren im Jungen Theater und es war beide Male ausverkauft. Am 6. Oktober öffnet sich der Vorhang für das nächste Gastspiel. Wie immer ist dabei nicht klar, was gespielt wird: Sehen wir die langersehnte Fortsetzung von Homers Odyssee, ein Prequel zu Shakespeares Sommernachtstraum oder ein Mash-Up aus verschiedenen Actionfilmen der 80er? Wahrscheinlich von jedem ein bisschen, aber das entscheidet das Publikum. Über 25 Jahre hat das Nürnberger Improvisationstheater Holterdiepolter bereits auf dem Buckel und noch immer können die Improvisateure nicht genug bekommen von den Brettern, die die Bühne bedeuten, von den Zuschauern, die ihnen sagen wo’s lang geht und von der Begeisterung, die bei der Entstehung der kurzen Szenen freigesetzt wird. Hier im Theater in der Kapellenstraße wird Holterdiepolter die Herzen der Zuschauer mit im Moment frei erfundenen Geschichten beglücken, ohne vorher auch nur einen blassen Schimmer davon zu haben, was sie sogleich spielen werden. Denn das Publikum gibt die Vorgaben für die unterhaltsamen Szenen. 5 Sekunden später geht der Theaterspaß los, egal ob in der Postkutsche oder in einer Fabrik für Röhrenfernseher, ob im Geiste eines schwedischen Krimis oder als Perry-Rhodan-„Roman“, Das Spiel entwickelt sich aus dem Moment heraus und zieht die Leute in den Bann. Freut euch auf einen vergnüglichen Abend voller Theaterspaß! „Die Unzertrennlichen“ am 27. und am 28. Oktober jeweils um 20 Uhr. Die Erstaufführung „Die Unzertrennlichen“ von Thomas Paulmann ist eine ungewöhnliche und neuartige Verknüpfung aus improvisierten und inszenierten Szenen. Das durchkomponierte Stück wird immer wieder für Impulse Neues vom Jungen Theater aus dem Publikum geöffnet, die Spielenden flechten improvisierte Elemente nahtlos in das Stück ein. So bietet jede Aufführung eigene, nie dagewesene Szenen. Das Ehepaar Marina und Günther ist beruflich erfolgreich, kinderlos glücklich im Eigenheim. Ihre Ehe scheint harmonisch, zufrieden gewähren sie den ersten Gästen Einblick in ihr neues Heim. Sie sind ein Paar, das die Generation Y par excellence zu vertreten scheint: junge, motivierte und technikaffine Individuen, die selbst denken und handeln wollen, mobil und flexibel arbeiten und gleichzeitig ihren Traum vom Eigenheim, Kindersegen und Liebesglück zur Erfüllung bringen. Günther und Marina verkörpern all das. Glück geht vor Geld! Aber wehe, es kommt etwas dazwischen, das die Lebensplanung über den Haufen werfen könnte! Live gesungene Schlager, begleitet von Jakob Fischer an der Gitarre, begleiten und durchdringen diesen ungewöhnlichen Schauspiel-Impro-Abend. Annette von Bamberg am 13. Oktober um 20 Uhr. Annette von Bamberg versprüht fröhlichen Optimismus und scharfzüngigen Spott gepaart mit Spontanität in ihrem neuen Programm. Muss ich noch oder darf ich schon? Endlich 50! Endlich lossagen vom perfektionistischen Quatsch und dem Pflichtprogramm des Müssens, das die Welt uns gerne aufdrückt. Frauen über 50 proben den Neustart, entsagen der Pflicht und huldigen ab jetzt der Unvernunft, der Spontanität und ihrer liebevollen Schnapsideen. Während Frauen mit abenteuerlichen Kurswechseln und überraschenden Befreiungsschlägen zielsicher ihre Träume umsetzen, fangen Männer an Jogginghosen zu kaufen und sich der Schwerkraft und dem Sofa hinzugeben. Die drei Freunde der Männer heißen: Daheimbleiben, Feierabendbier, Pessimismus. Die Gefahr für Frauen besteht darin, aus dem Haus zu gehen und am Weiberabend in der Kneipe mit dem Satz auf den Lippen zu sterben: „Ich glaub, ich lach mich tot.“ Eine Hymne an die Lebensfreude für Frauen und den Galgenhumor von Männern! Wer noch mehr Neuigkeiten und weitere Infos zum Programm erfahren möchte, wird unter www.jtf.de fündig!


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