Erlangen

Safety First an der Bergkirchweih !!!


Bergkirchweih mit neuem SicherheitsKonzept!

Am 1. Juni ist es soweit: Die beliebte Erlanger Bergkirchweih lockt wieder Jung und Alt in die Hugenottenstadt. Auch in diesem Jahr werden wieder rund eine Million Besucher erwartet. Gemeinsam mit den Schaustellern und den Wirten sorgen Sicherheitskräfte und Rettungsdienste dafür, dass die zwölf Tage „Berg“ für alle Menschen zu einem entspannten und auch sicheren Erlebnis werden.

Das Sicherheitskonzept für die Erlanger Bergkirchweih 2017 ist erstellt und darin fließen sowohl Erkenntnisse zur Sicherheit von Großveranstaltungen als auch zur Sicherheitslage allgemein ein. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Rettungsorganisationen und der Stadt als Veranstalter wird die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher bei der Bergkirchweih wieder gut gewährleistet sein“, zeigen sich „Bergreferent“ Konrad Beugel und Thomas Ternes, Referent für Recht, Sicherheit und Personal, optimistisch.

Die Zugänge zum Festgelände werden während der gesamten Veranstaltungszeit mit Ordnungskräften besetzt. Diese sind – ebenso wie die Polizei – zahlenmäßig deutlich aufgestockt und es finden selektive Taschen- und Personenkontrollen statt. Es empfiehlt sich Taschen, Rücksäcke, Körbe etc. möglichst zuhause zu lassen, möchte man dies vermeiden. Ein allgemeines Taschen- oder Rucksackverbot gibt es nicht.

Wie schon in den vergangenen Jahren dürfen keine Alkohol- oder Glasflaschen etc. und keine Hunde mit auf das Festgelände gebracht werden. Das Mitführen von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen ist selbstverständlich verboten. Ausnahmen sind allerdings das Brotzeitmesser, das zu einer mitgebrachten Brotzeit gehört. Hier wird kein allgemeines Verbot ausgesprochen, allerdings wird man sich im Zweifelsfall die Art des Messers genau ansehen und auch die Tageszeit beim Mitführen eines solchen berücksichtigen.

Konfiszierte Gegenstände werden übrigens nicht etwa verwahrt, sondern entsorgt. Im vergangenen Jahr wurden auf dem Gelände provisorisch Stabgitterzäune angebracht, um Stürze über die Geländer zu verhindern. Diese werden schrittweise durch neue 1,10 Meter hohe Geländer ersetzt, die sich harmonisch in das Gesamtgelände einfügen. Im Zuge der Arbeiten werden auch marode Stützmauern erneuert. Ziel ist es, in mehreren Schritten bis zum Jahr 2020 moderne und einheitliche Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Grünpflege- und Baumsicherungsarbeiten sind im üblichen Umfang durchgeführt worden und nur 4 Bäume mussten gefällt werden. Die letztes Jahr geschaffenen Rettungswege haben sich aus Sicht der Rettungskräfte gut bewährt. Sie ermöglichen es, Verletzte rasch zu versorgen. Das Rettungswegekonzept zielt darauf ab, Rettungswege freizuhalten und durch verschiedene Maßnahmen Stauungen durch Menschenansammlungen zu vermeiden. Das heißt gegebenenfalls werden Besucherströme auch mal umgeleitet werden.

Die Feuerwehr ist mit sechs Löschdepots und zwei Wachen vertreten, BRK und ASB haben drei Wachen am Berg und ab 19 Uhr ist immer ein Notarzt in der Rettungswache anwesend. Am zentralen Zugang zum Bergkirchweihgelände, aber auch am Martin-Luther-Platz soll es zudem Zufahrtssperren geben. Die konkrete Umsetzung wird noch mit den Sicherheitskräften abgestimmt. Dabei handelt es sich um eine Präventivmaßnahme.

Der Polizei sind konkrete Gefahren nicht bekannt und wie für die gesamte Bundesrepublik spricht man hier von einer abstrakten Bedrohungslage. Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres, als bei einer Unwetterwarnung der Sirenenalarm und die Durchsagen nicht auf dem gesamten Gelände zu hören waren, wurden nun mehr Warnanlagen aufgebaut. 6 neue zusätzliche Sirenenstandorte sind eingerichtet und am 1. Bergtag wird um 20 Uhr ein Testlauf im Echtbetrieb durchgeführt werden. Auch die Scouts werden wieder unterwegs sein und die Lage sondieren.

Da eine Videoüberwachung fehlt, werden sie das Entstehen etwaiger „brenzliger“ Situationen sofort an die Veranstaltungsleitung weitergeben, die dann geeignete Maßnahmen ergreift wie zum Beispiel das Auflösen von sog. „Propfen“, die eine Rettung oder Evakuierung behindern könnten. Auch das Erkennen, wenn Auseinandersetzungen zu entstehen drohen, gehört zu ihren Aufgaben. Das ganze Festgelände ist in Sektoren unterteilt und neue Hinweis-Schilder erleichtern die Weitergabe des genauen Standortes, so kommt die Hilfe schneller an den Unfallort.

Die Kampagne „Spaß haben – keinen Ärger. Keine sexuelle Gewalt am Berg!“, mit der die Stadt, die Polizei und der Verein „Notruf und Beratung für vergewaltigte Mädchen und Frauen“ sexuelle Übergriffe auf dem Festgelände und während des „After-Bergs“ vorbeugen wollen, wird fortgeführt. Personen, die sich bedroht fühlen oder Opfer von Übergriffen wurden, erhalten auch in diesem Jahr bei den sogenannten Rettungsinseln Hilfe. Drei Rettungsinseln sind bei den Sanitätsstationen auf dem Bergkirchweihgelände und eine auf dem Martin-Luther-Platz platziert.

Ihr seht also, die Stadt Erlangen kommt ihrer Verantwortung als Veranstalter nach und bietet so viel Sicherheit für die Besucher wie irgend möglich. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung zwischen einem hohem Sicherheitsbedürfnis und einem größtmöglichen Wohlfühlfaktor, die da geschafft werden will. Viele verschiedene Menschen und Institutionen arbeiten gemeinsam daran, dass auch die 262. Bergkirchweih für uns alle ein schönes Fest wird! Wir freuen uns schon!