Felsenruinen in der Fränkischen Schweiz

 

Das Karstgebiet der fränkischen Schweiz ist ja bekannt für seine vielen Höhlen, von denen einige wirklich spektakuläre als Schauhöhlen zu besichtigen sind. Doch im Tal der Wiesent bei Doos, zwischen Behringersmühle und Waischenfeld, befindet sich eine Höhle, die vor mehreren Millionen Jahren eingestürzt ist. Die damals noch auf einem höheren Niveau fließende Wiesent hatte die in der Kreidezeit entstandene Höhle ausgewaschen, wodurch der größte Teil des Höhlendaches zusammenbrach. Mehrere Überhänge und drei Felsenbögen blieben erhalten und genau deswegen ist diese Höhlenruine bis heute eine gern besuchte Naturattraktion. Die Riesenburg liegt zwischen Engelhardsberg und Doos und ist gut zu Fuß zu erreichen. Von einem im Tal der Wiesent liegenden Parkplatz aus führt ein kurzer Anstieg hinauf, der als gut befestigter Wanderweg durch die Höhle führt und sogar über einen der Felsenbögen. Wer mag, kann außerdem, nach der Höhlenbesichtigung, noch weiter in Richtung Engelhardsberg hinaufwandern, denn oberhalb der Riesenburg gibt es noch einen schönen Aussichtspunkt.

Übrigens gehört die Riesenburg zu den schönsten Geotopen in Bayern. Ihr Name soll sich daraus ableiten, dass in solch einer großen Einsturzhöhle nur Riesen gelebt haben können. Sie ist die wohl imposanteste Höhlenruine der Fränkischen Schweiz und auf jeden Fall eine Besichtigung wert! Die durch einen guten ausgebauten Wanderweg erschlossene Versturz- und Durchgangshöhle ist für Jedermann und ohne Ausrüstung ganzjährig zugänglich. Eine schöne Rundtour bietet die Strecke von Engelhardsberg und Adlerstein über Quackenschloss bis zur Riesenburg und wieder zurück nach Engelhardsberg. Knapp 8 Kilometer beträgt die Strecke und in 2,5 Stunden ist das zu machen.

Unter www.wiesenttal.de und auf der Seite www.naturerlebnis-fs.de kann man mehr erfahren.