Tierischer Spaziergang – unterwegs im Tennenloher Forst

Ob von Nürnberg kommend oder aus Erlangen, dieser klassische Tipp ist immer einen Ausflug wert zumal er vor der Haustüre liegt und auch für Kurzausflügler und Familien bestens geeignet ist. Die Rede ist von dem großen Wald- und Steppengebiet im Tennenloher Forst, das nicht nur landschaftlich viel Abwechslung bietet sondern auch Tierfans die Herzen höher schlagenlässt. Da dieses heutige Naturschutzgebiet ein ehemaliges Militärgelände war ist es ratsam zur eigenen Sicherheit auf den Wegen und Pfaden zu bleiben. Hinweis: dieser Ausflug ist an bewölkten und nicht so heißen Tagen empfehlenswerter.

Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Am Turmberg“, an der Äußeren Nürnberger Straße. Von hier aus wird man bereits von Wanderschildern, die zu den Wildpferden – Przewalskipferde – führen, informiert. Wir folgen der Beschilderung, Richtung Royal Rangers und gehen einen Schotterweg entlang bis man am Gelände bei dem Quellstein und damaligen Panzerschießstand angekommen ist. Von hier kann man das Gatter sowohl in die eine also auch andere Richtung direkt entlanggehen. Ein großer Schotterweg führt ebenfalls einen Teil entlang, allerdings nicht ganz so charmant wie direkt dem Pferdegatter folgend. Immer wieder hat man Glück und kann die Wildpferdebeim Weiden und laufen beobachten. Wir folgen dem Pfad bis zu einer Brücke, die wir überqueren und an der wir einer großen Kolonie von kleinen, großen und frechen Ziegen begegnen, die hier zumeist frei im Gelände herumlaufen. Wer mag hat direkt Kontakt zu den Vierbeinern und manche lassen sich auch gerne einmal streicheln. Oben vom Hügel aus hat man einen tollen Blick über das gesamte Waldgelände bis in Fränkische Schweiz oder zurNürnberger Burg. Dieser Hügel ist auch der Wendepunkt für die kleinere Spazierrunde und man läuft Richtung Schotterweg zurück.

Wer die große Runde bevorzugt geht die Schleife einfach weiter. Durch Durchgangsgatter kommt man auf die andere Seite der umzäunten Pferdekoppel – und da immer dem Gatter entlang, auf und ab, durch ein abwechslungsreiches, uriges Naturgebiet, mit Sand, Sandsteinfelsen, dichten und moosigen Wald, kleinen Mooren, Heide- und Ginsterkraut und großen Wurzeln. Immer wieder hat man die schönen Wildpferde im Blick, die sich auch gerne mal in diese abgelegenen Teile zurückziehen. Zum Schluss trifft man wieder auf den großen Schotterweg, biegt linkshaltend zurück dem Gatter weiter entlang. Dieser längere Rückweg kann natürlich wieder mittedrin durch einen Abstecher zu den Ziegen aufgepeppt werden. Schließlich endet der Schotterweg wieder bei dem aufgestellten Quellstein und man schlägt den erst nach rechts dann den zweiten Abzweig wieder nach links zum Parkplatz ein.

Wer Kinder dabei hat, der fährt noch die 4 Km nach Erlangen stadteinwärts wo man Obi am Kreisverkehr gleich rechts in einen Parkplatz einbiegt um noch einen Abstecherzum Wildschweingehege zu machen. Die Wildschweine lassen sich gerne bewundern und sind an Menschenbesuch gewöhnt.

Kurz und knapp:

Tourlänge: zwei Möglichkeiten: die kurze Schleife um das Wildpferdegelände mit ca. 5 km, Gehzeit ca. 1 – 1,5 Stunden und die lange Schleife mit ca. 10 km ca. 2,5 bis 3 Stunden.

Keine Einkehrmöglichkeiten.

 

Wir wünschen viel Spaß !!