Ein Rundgang durch das Fränkische Freilandmuseum ist nicht nur eine Zeitreise durch die fränkische Alltagsgeschichte, sondern es hat auch viele besondere Events zu bieten. Über 120 Gebäude, Bauernhöfe, Handwerkerhäuser, Mühlen, Schäfereien, Brauereien, Scheunen, Ställe, Back- und Dörrhäuschen, ein Amtshaus, ein Schulhaus und ein Sommerschlösschen laden zur Entdeckungsreise in die Vergangenheit ein. Passend zum 40-jährigen Jubiläum gibt es dieses Jahr tolle Besonderheiten zu erleben. Den Anfang machen Gankino Circus, die am 19. Juni ab 19 Uhr im Alten Bauhof den Gästen kräftig einheizen. Vier virtuose Musiker, begnadete Geschichtenerzähler und kauzige Charakterköpfe, kreieren ein hinreißend verqueres Bühnengeschehen, handgemachte Musik und eine große Portion provinzieller Wahnsinn. Ein Riesenspaß!
In der Woche ab
Mittwoch, 22. Juni führen knapp 20 gestandene Köhler und Köhlerinnen in der Baugruppe Industrie & Technik des Fränkischen Freilandmuseums das alte Handwerk der „schwarzen Kunst“ vor. An den ersten drei Tagen wird der Kohlemeiler mit Buchenholz aufgeschichtet und nach der traditionellen Segnung am Samstag, 25. Juni entzündet. Weiter geht es mit der Eröffnung des mittelalterlichen Badhauses aus Wendelstein. Das erste Badhaus in einem Freilandmuseum überhaupt – ein echter Blickfang. Der Fachwerkgiebel des um 1450 errichteten zweigeschossigen Gebäudes ist frisch hergerichtet und schon von Weitem sichtbar. Das massive Sandstein-Erdgeschoss beherbergt die Badstube, die Umkleide und den Heizraum mit dem großen Kupferkessel für das Dampfbad. Der Einblick in die Tätigkeit des Baders ist hochinteressant, denn das ging weit über den Unterhalt des Badebetriebes oder die Haarpflege hinaus. Am Eröffnungstag wird im Badhaus ein Schwitz- und Badetag inszeniert, an dem der Ofen der Schwitzkammer kräftig geschürt wird. Die Mittelaltergruppe „Städtisches Aufgebot 1476“ hat die Badekleidung eingepackt und ist bereit, für die Besucherinnen und Besucher baden zu gehen und zu schwitzen. Das Badhaus am Samstag, 25. Juni ab 12 Uhr mittags zugänglich – sogar bis Mitternacht. Bitte beachten: ab 18 Uhr benötigt man ein MuseumsNacht-Ticket. Ein Erlebnishighlight ist die Funkelnde MuseumsNacht unterm Sternenhimmel, die am 25. Juni zwischen 18 und 24 Uhr ihre Pforten öffnet. Aus den Höfen und Scheunen klingt Musik – die Palette reicht dabei von Singersongwriter-Sounds über jiddische Klänge, Balkan-Rhythmen und Volksmusik bis hin zu Rock und Klassik. Dazwischen gibt es Mundartliches und auch Poetisches. Auf den Wegen zwischen den einzelnen Aufführungsorten sind Jaques und Omelette mit ihrem knallroten Gefährt zum Südpol unterwegs und geben alles, um glorreich zu scheitern – ein abgefahrenes Stück Straßentheater mit dem Duo „einfach riesig“. Auch Ingrid Irrlicht ist unterwegs – als Rosa Ambrosia und Sternenfrau Lucinda und lässt es glitzern. Hinter dem Jagdschlösschen aus Eyerlohe steigen „Trifabula“ in halsbrecherische Höhen aufs Trapez und Zauberisches bieten Mosche Karlo in der Scheune aus Mailheim und der Magier Bernd Distler in der Scheune aus Enkering. Nach Einbruch der Dunkelheit erhellen Fackeln die Wege zwischen den Museumsdörfern und mit dem Mitternachtsfeuer auf dem Museumshügel klingt die längste Nacht im Freilandmuseum mit Alphornklängen und Gesang leise aus.

 

Fränkisches Freilandmuseum
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