„Damals! Und heute?“ – Rechte Kontinuitäten in Erlangen
Veranstaltungsreihe:
„Damals! Und heute?“ – Rechte Kontinuitäten in Erlangen
Ob die Morde des NSU-Komplex „Nationalsozialistischer Untergrund“, der Brandanschlag in Mölln oder Anschläge auf Geflüchtete – rechter Terror nach 1945 wurde zu lange verharmlost und die Opfer sind oft in Vergessenheit geraten. Anlässlich der beiden 40. Jahrestage des Münchner Oktoberfestattentates am 26. September 1980 und der Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poeschke in Erlangen am 19. Dezember 1980 soll dieses Thema und das Gedenken ihrer Opfer diskutiert werden. Dazu finden von Oktober bis Dezember zehn Veranstaltungen in Erlangen statt: in Lesungen und Buchvorstellungen, Workshops, Filmvorführungen, Vorträgen und Führungen hat das Programm „Demokratie leben“ mit vielen Kooperationspartnern diese Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt. Hier ein paar Tipps:
Los geht’s am Freitag, den 02.10., um 20 Uhr im Kulturzentrum E-Werk mit einer Filmvorführung:„Der blinde Fleck“. Thema ist der blutige Terroranschlag auf das Oktoberfest im Herbst 1980. Es ist der bisher schwerste Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, bei dem 13 Menschen getötet und mehr als 200 zum Teil schwer verletzt werden. Bei seinen Recherchen stößt BR-Reporter Ulrich Chaussy auf Ungereimtheiten und stellt Nachforschungen an… .
„Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt“ – Buchvorstellung und Gespräch mit Ronen Steinke: bei dieser Veranstaltung könnt ihr am Sonntag, den 25.10., im E-Werk dabei sein. Der Autor stellt sein Buch vor und regt zur Diskussion an, was zu tun wäre.Diese Veranstaltung wird zusätzlich live übertragen. Den Link dazu findet man auf der Homepage https://kritischesgedenken.de.
Ein Rundgang zu Denkmälern, Stolpersteinen und aktuellen Standorten folgt „Auf den Spuren rechter Kontinuitäten in Erlangen“ und zwar am Sonntag, den 8.11. um 14 Uhr. Treffpunkt ist Ecke Hauptstraße/Südliche Stadtmauerstraße und auf dem Weg suchen die Teilnehmer Orte auf, die mit historischen Ereignissen verknüpft sind. Der Eintritt ist frei, die Teilnehmerzahl begrenzt, daher bitte bis 5.11.2020 anmelden unter wagner@sjr-erlangen.de.
Eine Comic-Lesung ist am Mittwoch, den 18.11., geboten. Um 19 Uhr könnt ihr im Stadtteilhaus Treffpunkt Röthelheimpark: Der Comic Jesuran erzählt die Geschichte einer Familie, die von Franken nach Brüssel geflohen ist. Junge Erwachsene haben das Schicksal der jüdischen Familie Jesuran recherchiert und einen Comic daraus gestaltet. Die Macher präsentieren ihre Arbeit mit anschließender Diskussion über neue Formen der Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert.
Unter https://www.erlangen.de gibt’s weitere Infos und den Flyer mit allen Veranstaltungen zum Download sowie den Kontaktdaten zum Anmelden bzw. Karten kaufen.
