Hereinspaziert, Manege frei! Jüdische Zirkusdynastien im Jüdischen Museum Fürth 2026
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Pferdedressur, Clownerie, Zauberkunst und spektakuläre Akrobatik: Mit der neuen Sonderausstellung „Hereinspaziert – Manege frei! Jüdische Zirkusdynastien im 19. und 20. Jahrhundert“ holt das Jüdische Museum Franken in Fürth ab Ende September 2026 eine fast vergessene Welt zurück ins Rampenlicht. Historische Fotografien, Plakate, Programmhefte, originale Zirkusobjekte und seltene Filmaufnahmen erzählen von jüdischen Familien, die das europäische Zirkus- und Schaustellerwesen prägten. Besonders spannend: Einige dieser Familien waren einst auch auf der Fürther Michaeliskirchweih zu Gast.
„Hereinspaziert – Manege frei!“ in Fürth: alle Informationen
Ausstellung: Hereinspaziert – Manege frei! Jüdische Zirkusdynastien im 19. und 20. Jahrhundert
Eröffnung: Sonntag, 27. September 2026
Laufzeit: 29. September bis 6. Dezember 2026
Ort: Jüdisches Museum Franken, Königstraße 89, 90762 Fürth
Michaeliskirchweih: 3. bis 14. Oktober 2026
Freier Eintritt während der Kärwa: 3. bis 14. Oktober 2026
Sonderöffnungszeiten: 8. bis 11. Oktober 2026
Weitere Informationen: auf der offiziellen Website des Jüdischen Museums Franken
Von Pferdedressur bis Zauberkunst: die Welt jüdischer Zirkusfamilien
Zirkus bedeutete im 19. Jahrhundert weit mehr als Unterhaltung für einen Abend. Für viele Artisten- und Schaustellerfamilien war er Beruf, Lebensform und Heimat zugleich.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts zogen auch jüdische Zirkusfamilien mit Wagen, Zelten, Tieren, Schau- und Zauberbuden von Stadt zu Stadt. Sie begeisterten ihr Publikum mit Pferdedressuren, Clownerie, Zauberkunst und Akrobatik und prägten das reisende Schaustellerwesen entscheidend mit. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Die Sonderausstellung in Fürth macht diese Geschichte sichtbar und erzählt nicht nur von den spektakulären Auftritten in der Manege, sondern auch vom Leben hinter den Kulissen.
Historische Plakate, Fotografien und seltene Filme
Zu sehen sind Werbeplakate, Ansichtskarten, historische Programmhefte und Fotografien aus der Welt der Zirkusfamilien.
Besondere Höhepunkte der Ausstellung sind originale Zirkusobjekte sowie seltene Filmaufnahmen aus den frühen 1930er Jahren. Sie vermitteln einen unmittelbaren Eindruck davon, wie Zirkus damals aussah und welche Atmosphäre rund um die Vorstellungen herrschte. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Damit erzählt „Hereinspaziert – Manege frei!“ nicht nur Kulturgeschichte, sondern auch Familien-, Wirtschafts- und Alltagsgeschichte.
Jüdische Zirkusfamilien auf der Fürther Michaeliskirchweih
Für Fürth besitzt die Ausstellung eine ganz besondere lokale Verbindung.
Jüdische Zirkusfamilien waren regelmäßig auf der Fürther Michaeliskirchweih zu Gast. Ihre Zelte standen häufig auf dem Königsplatz – nur wenige Schritte vom heutigen Jüdischen Museum Franken entfernt. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Wer heute über die Kärwa schlendert, bewegt sich damit teilweise an genau den Orten, an denen vor mehr als 100 Jahren Zirkusleute ihre Wagen abstellten, Tiere versorgten und Besucher zu ihren Vorstellungen lockten.
Gerade während der Michaeliskirchweih bekommt die Ausstellung deshalb eine besondere Wirkung: Draußen lebt die jahrhundertealte Festtradition weiter – im Museum wird eine fast vergessene Facette dieser Geschichte wieder sichtbar.
Während der Michaeliskirchweih kostenlos ins Museum
Eine gute Nachricht für alle Kärwa-Besucher:
Während der gesamten Fürther Michaeliskirchweih vom 3. bis 14. Oktober 2026 ist der Eintritt in das Jüdische Museum Franken in Fürth kostenlos.
Zwischen 8. und 11. Oktober 2026 gelten zudem Sonderöffnungszeiten.
Damit lässt sich ein Besuch der Ausstellung ideal mit einem Nachmittag oder Abend auf der Michaeliskirchweih verbinden.
Miniaturkirchweih: Fürther Kärwa im Kleinformat
Passend zur Michaeliskirchweih gibt es im Jüdischen Museum Franken in Fürth noch eine weitere besondere Attraktion zu entdecken: eine Miniaturkirchweih mit detailreich nachgebauten Fahrgeschäften, Beleuchtung und kleinen Schausteller-Szenen.
Die aufwendig gestalteten Modelle zeigen typische Elemente einer Kirchweih im Kleinformat und machen sichtbar, wie viel Technik, Licht und Gestaltung hinter den Fahrgeschäften steckt. Gerade für Familien und Kärwa-Fans ist die Miniaturkirchweih ein zusätzlicher Grund, während der Michaeliskirchweih im Museum vorbeizuschauen.
Die farbig beleuchteten Modelle schaffen zugleich eine schöne Verbindung zur Sonderausstellung „Hereinspaziert – Manege frei!“, in der es ebenfalls um Schausteller-, Zirkus- und Unterhaltungskultur geht.
Unser Tipp: Erst die echte Michaeliskirchweih erleben – und danach im Museum entdecken, wie faszinierend die Kärwa auch im Miniaturformat wirkt.
Kostenlose Kurzführung am 7. Oktober
Wer mehr über die jüdischen Zirkusdynastien erfahren möchte, kann am Mittwoch, 7. Oktober 2026, von 16.30 bis 17 Uhr an einer Kurzführung teilnehmen.
Kuratorin Marina Heller führt durch die Sonderausstellung. Eintritt und Teilnahme sind kostenlos. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Termin: Mittwoch, 7. Oktober 2026
Uhrzeit: 16.30 bis 17 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Franken, Königstraße 89, Fürth
Kosten: Eintritt und Führung kostenlos
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
Fürth und seine bedeutende jüdische Geschichte
Dass eine Ausstellung über jüdische Kulturgeschichte gerade in Fürth gezeigt wird, hat einen besonderen Hintergrund.
Fürth war über Jahrhunderte eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Süddeutschland. Das heutige Jüdische Museum Franken erinnert daran nicht nur mit Exponaten: Schon das Museumsgebäude selbst erzählt Geschichte.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus. Erhalten sind unter anderem ein historisches Ritualbad – eine Mikwe – und eine historische Laubhütte. Das Vorderhaus und das Ritualbad wurden 1702 vom jüdischen Kaufmann und Gemeindevorsteher Hirsch Fromm errichtet.
Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Franken und damit, warum Fürth zu einem besonders wichtigen religiösen Zentrum des süddeutschen Judentums wurde.
So verbindet sich in der Königstraße die Geschichte eines Hauses mit der Geschichte einer ganzen Stadt.
Jüdisches Leben war Teil des Fürther Alltags
Die jüdische Geschichte Fürths lässt sich nicht allein auf Religion und Synagogen reduzieren.
Jüdische Familien waren Teil des wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Händler, Unternehmer und Handwerker wirkten am Aufstieg Fürths mit. Genau diese Vielfalt zeigt sich auch im Programm des Jüdischen Museums Franken im Herbst 2026.
Denn neben Zirkusgeschichte geht es unter anderem um Bier, Handel, Architektur, Stadtgeschichte und zeitgenössische Fotografie.
„Hopfen und Malz …“: jüdische Biertradition in Fürth
Passender könnte das Thema während der Kärwa kaum sein.
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 14 Uhr lädt das Jüdische Museum Franken in Fürth zur Führung „Hopfen und Malz …“ ein.
Dabei geht es um eine heute nur wenig bekannte jüdische Biertradition: Welche Bedeutung hatten jüdische Hopfenhändler im 19. Jahrhundert für den internationalen Handel? Was macht ein Bier koscher? Und welche jüdischen Brauereien gab es in Fürth?
Das Museum beleuchtet dabei auch die Rolle dieser Unternehmen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. Im Anschluss wird gemeinsam koscheres Bier verkostet. 20261004_PM_FÜ_Bier
Termin: Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Franken, Königstraße 89, Fürth
Kosten: Eintritt und Teilnahme kostenlos
Bierverkostung: ab 16 Jahren
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
„100 Synagogen in Deutschland“ in Schnaittach
Auch der Standort Schnaittach des Jüdischen Museums Franken lohnt im Herbst einen Besuch.
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 14 Uhr findet dort eine Führung durch die Ausstellung „100 Synagogen in Deutschland“ von Alex Jacobowitz statt.
Die Ausstellung erzählt von jüdischer Präsenz, Vergangenheit und Gegenwart in Deutschland und zeigt historische Synagogen ebenso wie neue Bauten heutiger jüdischer Gemeinden. Franken nimmt aufgrund seiner langen jüdischen Siedlungsgeschichte eine besondere Rolle ein. 20261004_PM_SN_100 Synagogen
Besonders außergewöhnlich ist der Ausstellungsort selbst: Die Schau wird in der im 16. Jahrhundert errichteten Schnaittacher Synagoge präsentiert. 20261004_PM_SN_100 Synagogen
Termin: Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Franken, Museumsgasse 12–16, Schnaittach
Kosten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org
„Wovon Häuser erzählen“: jüdische Geschichte in Schwabach
Ebenfalls am 4. Oktober 2026 führt das Jüdische Museum Franken in Schwabach durch die Innenstadt.
Unter dem Titel „Wovon Häuser erzählen – zwischen Mythos und Wirklichkeit“ geht es um jüdische Spuren, bedeutende Gelehrte und Hoffaktoren, die zwischen wirtschaftlichem Erfolg und großen persönlichen Risiken lebten.
Auch die Geschichte des sogenannten „Hexenmeisters von Schwabach“ wird aufgegriffen und zwischen historischen Überlieferungen und Legenden eingeordnet. 20261004_PM_SW_Wovon Häuser er…
Termin: Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 Uhr
Start: Jüdisches Museum Franken, Synagogengasse 10a, Schwabach
Kosten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org
„Sukkot“: Fotografien von Benyamin Reich in Schwabach
Ab Oktober gibt es in Schwabach außerdem eine weitere Sonderausstellung zu entdecken.
Der israelische Fotograf Benyamin Reich beschäftigt sich in „Sukkot“ mit religiöser Tradition, persönlicher Identität und seiner eigenen Prägung durch das ultraorthodoxe Umfeld seiner Kindheit und Jugend.
Seine Fotografien greifen Rituale des Sukkotfestes und des religiösen Alltags auf und verbinden sie mit einer persönlichen, teilweise intimen Bildsprache. 20261008_SW_Presseeinladung_SUK…
Die Ausstellung läuft nach den vorliegenden Museumsinformationen vom 11. Oktober 2026 bis 19. September 2027. 20261008_SW_Presseeinladung_SUK…
Ort: Jüdisches Museum Franken in Schwabach
Damit zeigt das Jüdische Museum Franken im Herbst eine erstaunliche Bandbreite jüdischer Geschichte und Gegenwart – vom historischen Zirkus über Synagogen und Bierhandel bis zur zeitgenössischen Fotografie.
Noch mehr Kultur in Franken: Eitel Klein und Loriot
Wer Ausstellungen und besondere Kulturveranstaltungen in der Region mag, kann den Museumsbesuch gleich mit weiteren Terminen verbinden.
Im Weißen Schloss Heroldsberg beginnt am 9. Oktober 2026 die Ausstellung „Eitel Klein – Nürnberger Malerei des 20. Jahrhunderts“. Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien aus fünf Jahrzehnten. Die Retrospektive läuft bis 21. März 2027.
In unserem Beitrag Loriot, Eitel Klein im Weißen Schloss Heroldsberg 2026 – Termine, Ausstellung & Gewinnspiele findet ihr dazu alle Informationen.
Dort unterscheiden wir natürlich zwei Programmpunkte: Loriot als Kabarettveranstaltung und die Eitel-Klein-Ausstellung im Weißen Schloss.
Unser Tipp: Kärwa und Museum verbinden
Wer ohnehin zur Fürther Michaeliskirchweih unterwegs ist, sollte die Gelegenheit nutzen und einen Abstecher in die Königstraße einplanen.
Gerade die unmittelbare Verbindung der Ausstellung zur Kärwa macht „Hereinspaziert – Manege frei!“ besonders reizvoll: Die jüdischen Zirkusfamilien, um die es im Museum geht, waren einst selbst Teil des Fürther Festgeschehens.
So führt ein Spaziergang über die Kirchweih gewissermaßen von der Gegenwart direkt in die Vergangenheit.
Auch unser Beitrag über zwei frühere Sonderausstellungen passend zur Fürther Michaeliskirchweih zeigt, wie eng das Jüdische Museum seine Ausstellungen immer wieder mit der Stadt- und Kärwageschichte verbindet.
Gewinnspiel: 5 Gutscheine für jeweils zwei Personen
Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Franken verlosen wir 5 Gutscheine für jeweils zwei Personen.
Das ist enthalten:
- freier Eintritt für zwei Personen in alle Ausstellungen des Jüdischen Museums Franken in Fürth
- zwei Freigetränke nach Wahl im Mary S. Rosenberg Café
So macht ihr mit
Schickt uns eine E-Mail mit dem Betreff
„Manege frei“
an:
und beantwortet folgende Frage:
Was verbindet ihr persönlich mit einem Besuch im Zirkus?
Teilnahmeschluss: 12.10. 12 Uhr
Unter allen gültigen Einsendungen werden die fünf Gutscheine verlost. Es gelten unsere Teilnahmebedingungen.
Viel Glück!
FAQ: Hereinspaziert – Manege frei! im Jüdischen Museum Fürth
Wann läuft „Hereinspaziert – Manege frei!“ in Fürth?
Die Ausstellung ist vom 29. September bis 6. Dezember 2026 im Jüdischen Museum Franken in Fürth zu sehen.
Wo findet die Ausstellung statt?
Im Jüdischen Museum Franken, Königstraße 89, 90762 Fürth.
Worum geht es in der Ausstellung?
Im Mittelpunkt stehen jüdische Zirkusdynastien des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind unter anderem Fotografien, historische Plakate, Programmhefte, originale Zirkusobjekte und seltene Filmaufnahmen.
Was hat die Ausstellung mit der Fürther Michaeliskirchweih zu tun?
Jüdische Zirkusfamilien waren früher regelmäßig auf der Fürther Michaeliskirchweih zu Gast. Ihre Zelte standen häufig auf dem Königsplatz in unmittelbarer Nähe des heutigen Museums. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Ist das Jüdische Museum während der Kärwa kostenlos?
Ja. Vom 3. bis 14. Oktober 2026 ist der Eintritt nach den Angaben des Museums kostenlos.
Gibt es eine Führung durch die Ausstellung?
Ja. Am 7. Oktober 2026 von 16.30 bis 17 Uhr findet eine kostenlose Kurzführung mit Kuratorin Marina Heller statt. 20261007_PM_FÜ_Hereinspaziert
Was kann man im Jüdischen Museum Fürth noch sehen?
Neben wechselnden Sonderausstellungen besitzt das Museum eine Dauerausstellung zur Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Franken. Das historische Gebäude verfügt unter anderem über eine Mikwe und eine historische Laubhütte. Fürth
Welche weiteren Veranstaltungen bietet das Jüdische Museum Franken im Herbst 2026?
Unter anderem gibt es Veranstaltungen zur jüdischen Biertradition in Fürth, zur Ausstellung „100 Synagogen in Deutschland“ in Schnaittach, eine historische Stadtführung in Schwabach sowie die Fotoausstellung „Sukkot“.



