Sinnvolle Versicherungen für Azubis
Infos zum neuen Lebensabschnitt: Auszubildende und sinnvolle Versicherungen
Mit dem Berufsstart müssen sich Auszubildende auch um den eigenen Versicherungsschutz Gedanken machen. War man bisher bequem bei den Eltern mitversichert, sieht das, wenn man nun selber in einem Ausbildungsverhältnis steht oder auch in die erste eigene Wohnung umzieht, teilweise anders aus. Wohnt ihr weiterhin im elterlichen Haus, gilt es zu klären, welche der vorhandenen Versicherungen hier noch greifen.
Eine private Haftpflichtversicherung ist vielleicht die wichtigste Versicherung überhaupt! Denn diese zahlt, wenn jemand einem anderem Schaden zufügt. Dabei kann es sich um kleine Schäden handeln, z.B. die Digitalkamera des Freundes fallen lassen oder um richtig große Schäden, wie z.B. wenn du bei einem Unfall jemanden schwer verletzt, der dann vielleicht sogar nicht mehr arbeiten kann und berentet werden muss. Hier haftet der Verursacher unbegrenzt und der Schaden kann in die Millionen gehen. Zunächst solltet ihr prüfen, ob ihr während der Ausbildung noch über eure Eltern mitversichert seid. Das ist in der Regel der Fall, wenn die Eltern eine Privathaftpflichtversicherung haben und es die erste Ausbildung ist. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten lohnt sich und für alleinstehende Azubis gibt es schon Angebote ab 30 Euro im Jahr.
Schäden, wie z.B. wenn du bei einem Unfall jemanden schwer verletzt, der dann vielleicht sogar nicht mehr arbeiten kann und berentet werden muss. Hier haftet der Verursacher unbegrenzt und der Schaden kann in die Millionen gehen. Zunächst solltet ihr prüfen, ob ihr während der Ausbildung noch über eure Eltern mitversichert seid. Das ist in der Regel der Fall, wenn die Eltern eine Privathaftpflichtversicherung haben und es die erste Ausbildung ist. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten lohnt sich und für alleinstehende Azubis gibt es schon Angebote ab 30 Euro im Jahr.
Als Azubis in einem Angestelltenverhältnis seid ihr auch selber krankenversichert. Viele Krankenkassen bieten Versicherten neben den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen Extras wie Bonusprogramme oder Wahltarife an. Auszubildende können diese nutzen, um möglichst viel aus ihrem Gesundheitsschutz herauszuholen und sich sogar Prämien zu sichern. Ihr könnt aber auch den Standard-Gesundheitsschutz eurer Krankenkasse mit einer privaten Krankenzusatzversicherung aufstocken und euch so zum Beispiel Top-Zahnleistungen, Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder die Kostenerstattung für Sehhilfen sichern. Infos dazu bekommt ihr online bei eurer Krankenkasse.
Auch eine private Auslandsreisekrankenversicherung, die wichtigste Reiseversicherung überhaupt, kann durchaus Sinn machen! Sie übernimmt die Kosten für Behandlungen beim Arzt, für Operationen und Medikamente, die von der normalen gesetzlichen Krankenkasse nur in bestimmten Ländern übernommen werden. Ganz wichtig: Die private Auslandskrankenversicherung kommt auch für die Kosten eines Rücktransports nach Deutschland auf, der von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht gezahlt wird, selbst wenn dieser medizinisch notwendig ist. Auch hier gilt: Zunächst deine Eltern fragen, ob sie eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen haben und ob die auch für dich gilt. Falls nicht, kannst du entweder langfristig eine Reiseversicherung abschließen, wenn du oft und weit vereist. Ansonsten schließt du die Auslandskrankenversicherung erst ab, wenn eine Reise ansteht. Tipp: Automobilclubs bieten ihren Mitgliedern eine solche oft zu günstigen Konditionen an.
Als Halter und Fahrer eines Kraftfahrzeugs ist ebenfalls die Mitgliedschaft in einem Automobilclub sinnvoll, denn das bietet viele Vorteile, die weit über die klassische Pannenhilfe hinausgehen. Zum Beispiel 24 Stunden Hotline, Pannen- und Unfallhilfe in Deutschland & Europa, Abschleppdienst und Bergung, juristische Beratung, Rechtsschutz und Unfallschutz im Ausland und so weiter. Der wohl bekannteste ist der ADAC, aber es gibt auch noch andere, zum Beispiel den ACE, den AvD, mobil in Deutschland und den ACV. Je nach Club unterscheiden sich nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen. Deshalb lohnt es sich, vor der Buchung einen Preisvergleich vorzunehmen.
Eine private Unfallversicherung kann eine wichtige Ergänzung sein, denn die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen in der Arbeit und auf dem Weg dorthin, nicht bei Unfällen in der Freizeit. Bei der Unfallversicherung kann man sich für den Fall der Unfallinvalidität, Berufsunfähigkeit und für den Fall des Unfalltodes absichern. Eine Versicherung, die sich auch auf den Unfalltod erstreckt ist nur sinnvoll, wenn man Angehörige im Fall seines Todes absichern will, z.B. die eigenen Kinder. Statt Unfallversicherung käme auch eine Freizeitunfallversicherung in Frage, diese zahlt nur bei Unfällen in der Freizeit und ist oft fast genauso teuer. Wenn sich die Höhe der Beiträge bei den Angeboten nicht sehr unterscheiden, sollten Azubis eher eine allgemeine Unfallversicherung wählen. Die Unfallversicherung macht vor allem dann Sinn, wenn ein Azubi keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann, z.B. wegen einer Vorerkrankung. Falls der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist, sollten Auszubildende unbedingt diese Möglichkeit wählen! Denn dann seid ihr auch bei Berufsunfähigkeit infolge von Krankheiten abgesichert, die in 90 Prozent der Fälle zu Berufsunfähigkeit führen!
Also ist für Azubis eine Berufsunfähigkeitsversicherung besonders wichtig, denn sie haben bei einer Berufsunfähigkeit nicht einmal Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente, die erst nach fünf Jahren Berufstätigkeit oder nach 60 Beitragsmonaten gezahlt wird. Und auch dann wird die geringe staatliche Erwerbsminderungsrente nur bei totaler Erwerbsunfähigkeit gezahlt. Mit einer solchen Versicherung könnt ihr euch für den Notfall absichern, sollte man während der Ausbildung schwer erkranken oder einen Unfall erleiden und dadurch berufsunfähig werden.
Eine Hausratversicherung macht nur für manche Auszubildende Sinn. Falls du in eine WG einziehst oder wertvolle Gegenstände anschaffst, kann dies eine gute Gelegenheit für einen Versicherungsabschluss sein. Ein guter Zeitpunkt ist vielleicht auch das Ende der Ausbildung, wenn du endgültig von zu Hause ausziehst und mehr Gehalt in Aussicht ist. Versichert sind Möbel, Kleidung, Computer, CDs, Schmuck, Bargeld, eben alles, was in deiner Wohnung oder im Keller untergebracht ist. Die Hausratversicherung versichert gegen Feuer, Explosion und Blitzschlag, gegen Einbruch und Vandalismus, Wasseraustritt (Rohrbruch) und Sturm. Spezielle Tarife wie z.B. die Elementarschadenversicherung versichern zusätzlich gegen andere Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Als Hausrat gilt übrigens auch alles, was du auf eine Reise mitnimmst: Wird dir also etwa aus deinem Hotelzimmer der Koffer gestohlen, ist er durch die Hausratversicherung mit abgesichert.
Viele hilfreiche Infos sind im Netz schnell gefunden zum Beispiel unter www.azubiyo.de/azubi-wissen/versicherungen, www.azubi-azubine.de/mein-geld/versicherungen-in-der-ausbildung oder auch bei den Krankenkassen, Versicherungen oder auch Berufs- oder Fachverbänden.
Am besten fragt ihr auch einfach jemanden, der sich damit schon auskennt: eure Eltern, ältere Geschwister, Verwandte, Kollegen oder Freunde. Diese können euch mit Praxistipps aus 1. Hand und eigenen Erfahrungen bestimmt weiterhelfen und euch wertvolle Ratschläge geben!
Wir wünschen Euch viel Erfolg !!!
