Regine von Chossy im Stadtmuseum
In der Ausstellung „Intervention und Spurensuche“ von Regine von Chossy
ist das Stadtmuseum nicht nur Kulisse, sondern unverzichtbarer Bestandteil eines Dialogs zwischen Kunstwerken, Museumsobjekten und der historischen Architektur des Hauses. Die ungewöhnlichen Figuren, die sie in den Ausstellungsräumen platziert, nennt sie „Dunkle Seelen“, „Quarks“, „Durchbeißer“ oder „Rüssler“. Aktzeichnungen kombiniert sie mit Lederhandschuhen, dem ausgestopften Wolf, der durch jahrzehntelanges Streicheln viele seiner Haare verlor, schickt sie „Liebesbriefe aus haarigen Zeiten“, „Lurchi-Karussell“ und Bandgenerator versetzt sie mit ihren „Vibrationszeichnungen“ in Schwingung. Ganz besonders haben es ihr Haare angetan. Ihr „Haarmuseum“, das ebenfalls zu sehen sein wird, ist eine beachtliche Sammlung überwiegend menschlicher Haare in allen Formen, Längen und Farben, darunter ein Langzeit-Schnurrbart-Schneideprojekt sowie Haare des Schweizer Künstlers Daniel Spoerri von jedem seiner Körperteile.
Die Ausstellung lädt zu einer fantasievollen, spielerische Spurensuche ein, die verschiedene Sinne anspricht. Bei Führungen und Gesangseinlagen kann man die Künstlerin mehrmals live erleben und sich in Workshops hinsichtlich Formgebung und Upcycling-Gedanken in CHOSSYs Fußstapfen begeben. Genaue Termine findet ihr unter www.stadtmuseum-erlangen.de.
Die Ausstellung ist bis 12.3.2023 im Erlanger Stadtmuseum zu sehen.
