Fürth feiert – das 22. New Orleans Festival
Von Fr. 26.5. bis So. 28.5.23 steht Fürth ganz im Zeichen von Folk, Blues und New Orleans – Fürth feiert.
Endlich wieder! Vom Freitag den 26.5. bis Sonntag den 29.5.23 darf man sich auf das 22. Fürther New Orleans Festival auf der Fürther Freiheit freuen. Ein ganzes Wochenende lang steht die Stadt im Zeichen nationaler und internationaler Musik. Und wie immer ist es bestens gelungen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten und viele Stilrichtungen einzubinden. Die Bandbreite ist immens: Reggae, Blues, Hardrock, Singer/Songwriter, Traditionelles, Soul, britischer Pop, Zydeco und Southern Rock. Und das ganze bei freiem Eintritt.
Programmübersicht New Orleans Festival Fürth
Freitag, 26.5. live auf der Bühne in Fürth
19.00 Uhr Mad Guz & the Mojos:
Diese Band erlebt man entweder in der ersten Reihe, um zu tanzen und zu feiern, oder in der letzten Reihe, um den Musikern bei der Ausübung ihrer Leidenschaft zuzuschauen. Da es kein Genre gibt, das 1:1 zu ihrer Musik passt, bezeichnen sie die Musikrichtung als „Rough Rolling Blues“. Und genau das sind sie: Rau und immer in Bewegung. Die Lieblings-Musikrichtungen wie Blues, Rockabilly, Country, Rock’n Roll, Swing, Rock und Soul spiegeln sich in den eigenen Liedern wider. Zusammen kommen die Jungs seither und in vorherigen Bands und Formationen auf deutlich mehr als 1.000 Konzerte. Das sind Mad Guz & the Mojos
21.00 Uhr The Unduster:
Mädels und Jungs – Droppt eure Pants, sperrt eure Mütter weg und verkauft euer Geld!
Denn das, was sich da vor euch auf der Bühne abspielt, ist weder heimlich, noch ist es still und leise, es ist keine Übung und auch ganz bestimmt kein Urlaub auf dem Ponyhof. Irgendwo zwischen Narnia und Schlumpfhausen, Anarchie und dekadentem niederbayrischen Weißbierschaumkronenfetisch befindet sich die Schublade, die groß genug ist, um diese Truppe einzuordnen. Und während die eine Hälfte der Tanzfläche immer noch heftigst ihre Pants am droppen ist, stellt die andere schinkenschwingend und schweißgebadet das gesamte Festival auf den Kopf und den Sinn des Lebens in Frage. So gesehen ist es vielleicht ganz gut so, dass The Unduster nicht überall gleichzeitig sein können, denn über kurz oder lang würde ziviler Ungehorsam und Mantra-artiges Grölen von Songtexten wohl die westliche Zivilisation zum Erliegen bringen.
Samstag, 27.5. live auf der Bühne in Fürth
12.00 Uhr New Orleans Rhythm Brass Band:
Unverwüstlich. Aufwühlend. Zauberhaft. Lebenslustig. Hungrig. Durstig. Farbenfroh. Lautstark. Mitreißend. Umtriebig. Weitläufig. Ausdauernd. Und schlicht und einfach nicht mehr wegzudenken. Die „New Orleans Rhythm Brass Band“ gehört ganz einfach dazu. Basta!
14.00 Uhr Pockets full of change
Warme, akustische Musik, mit authentischer Wehmut gespielt von zwei langjährigen Freunden: Pockets Full of Change machen Blues, Folk und Americana. Ohne seichte Gefühligkeit, aber mit manchmal tiefschürfenden Texten. Pockets Full of Change spielen akustische Musik, die nicht weiter weg sein könnte von larmoyanter deutscher Pop-Gefühligkeit. In ihren Songs stecken eine Wärme und eine authentische Wehmut, die man vor allem aus der US-Szene kennt. The Grateful Dead waren ein früher Einfluss, auch Punch Brothers, Yonder Mountain String Band oder Gillian Welch kann man aus ihren selbst geschriebenen Stücken heraushören. Pockets Full of Change spielen Blues, Folk und eine zeitlose Form des Country, in den USA nennt man es Americana. John Hiatts „Crossing Muddy Waters“ oder „Oh Babe It Ain’t No Lie“ von Elizabeth Cotten zählen zu ihrem Repertoire, ewig junge Klassiker, vor denen sich Jonas und Chris’ Eigenkompositionen nicht zu verstecken brauchen: Das hymnische „Overcome Our Fears“, das hypnotische „Wake Me Up“ oder das beschwingte „Be Love“, welches auch von den Everly Brothers stammen könnte. Bei Konzerten wird die Essenz von Pockets Full of Change deutlich: Wer sich mit allen Sinnen auf die Magie dieser rein akustischen Songs einlässt, wird belohnt: Mit Glücksgefühlen, Gänsehaut und einem meditativen Gefühl des Angekommenseins.
16.00 Uhr Handsome Jack
Das US-Trio aus Lockport in New York startete ursprünglich als Garage-Blues-Rock Band. Nach der High School ließen Jamison Passuite (Gitarre/Gesang), Joey Verdonselli (Bass/Gesang) und Bennie Hayes (Drums/Gesang) den Garage-Sound hinter sich und entwickelten sich Richtung souligem Boogie-Rock-Sound gepaart mit rauem Blues. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als Boogie-Soul. Daraus entsteht eine starke und emotionale Verschmelzung von Boogie, Soul und Rock’N’Roll, die auch bei Musiker-Gefährten wie Chris Robinson (Chris Robinson Brotherhood, Black Crowes), Zachary Gabbard (Buffalo Killers) und Ben McLeod von All Them Witches größte Bewunderung und Anerkennung erntet. Die Bühne teilten sie sich bereits mit namhaften Bands und Künstlern wie den Sheepdogs, Blue Cheer, Gov’t Mule, J. Geils, The Hold Steady und Robert Randolph. Somit sind Handsome Jack schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr in der Szene. Mit ihrem 3. Album taucht die Band noch tiefer in soulige und gefühlvolle Einflüsse ein. Auf nahezu brillante Weise bringen sie den klassischen Sound Chicagos, Memphis‘ und Muscle Shoals zurück ins Leben und das alles fließt in eine zeitlose Platte amerikanischer Rock-Musik der neuen Generation.
18.00 Uhr Open Ocean
Die „Soundwall“ des Akustik-Gitarrenduos OPAL OCEAN beamt jeden beim ersten Hinhören in hispanische Gefilde. Ob das jetzt wirklich spanisch oder doch lateinamerikanisch ist, haben wir bei dem Gewitter aus unendlich schnellen perkussiven Rhythmen und virtuosen Gitarrenmelodien noch nicht sortieren können, plötzlich nickt der Kopf, als würde sich ein Motörhead-Album auf dem Plattenteller drehen – hä? Aber ja, ganz einfach, weil das, was da zu hören ist eindeutig rockt! Und Moment – reden wir hier immer noch nur von 2 Akustikgitarren? Ja, zwar mit gut ausgestatteten Pedalboards, aber ja, das ist ein Akustikgitarrenduo! Ohne Loops und doppelten Boden! Da sind also viel Flamenco und Rumba drin, aber auch viel progressiver Rock- und Akustik-Metal und dann ist das Ganze über weite Strecken auch noch sehr sehr funky und bleibt dem anfänglichen Eindruck treu, dass es bei all der rhythmischen Komplexität durchweg rockt. Was das dann unterm Strich nun wirklich ist, das soll ruhig jeder für sich selbst entscheiden, Nuevo Flamenco Rumba oder doch eher Akustik Progressiv Flamenco Rock? Auf jeden Fall begeistert das Gitarrenduo mit dem Neuseeländer Nadav Tabak und dem Franzosen Alex Champ seit seiner Gründung eine sehr breite Hörerschaft.
19.30 Uhr Cruzados
Hier könnte jetzt stehen, dass dieCruzados Rock ’n’ Roll spielen. Wir könnten auch schreiben, dass Beethoven ein paar nette Klingeltöne komponiert hat. Auch das wäre nicht ganz falsch. Heute gibt es Rock mit dem gewissen Arschtrittfaktor auf die Ohren, laut, heftig und gerne mal dreckig: Wenn man sich ansieht, was dieBandmitgliedersonst so treiben, sollte man gewarnt sein, schließlich sind diese bei The Dogs oder Little Caesar aktiv, Gründer Tony Marsico arbeitete bereits mit Bod Dylan, Roger Daltrey, Neil Young, Marianne Faithful und weiteren Weltklasse-Künstlern zusammen. Wer ehrliche Musik hören möchte, die mit Hingabe und verdammt viel Können präsentiert wird: Hier wird sie heute von der Bühne schallen.
21.30 Uhr The Electric Alley
The Electric Alley wurde Ende 2012 in Cádiz (Spanien) gegründet. Sie tauchen tief in die Essenz der Musik der 70er Jahre ein, ihr erstes Album „Backward States“ wurde von der spanischen Presse äußerst wohlwollend aufgenommen. Im Jahr 2015 begann die Band mit der Komposition ihres 2. Albums „Get Electrified“, Aufgrund der Qualität der Songs und dem weiterentwickelten Zusammenspiel der einzelnen Musiker gilt die Platte laut spanischer Presse als „Platte des Jahres“ und diente als Sprungbrett nach ganz Europa. Im Jahr 2018 veröffentlichte die Band „Turning Wheels“, was eine neue Wendung in ihrer Karriere darstellt, und zeigt ihre Essenz auf die klassischste Art und Weise, indem sie einen Hauch von Soul, Blues, Rock’n‘Roll und Dance zu einigen ihrer Kompositionen, beifügt. Ende 2022 wird „Apache“ veröffentlicht, was ein weiterer großer Schritt für die Band ist. Wer ein Konzert mit Einflüssen von Led Zeppelin, The Black Crows, Blackberry Smoke oder Aerosmith besuchen möchte, ist auf der Fürther Freiheit genau richtig aufgehoben.
Sonntag, 28..5 live auf der Bühne in Fürth
14.00 Uhr T.G. Copperfield
Der Songwriter und Gitarrist Tilo George Copperfield hat mit neun Soloalben bereits jetzt schon einen ordentlichen Fußabdruck in der deutschen Blues- und Rocklandschaft hinterlassen. Auf Album Nummer 10 „Out in the desert“ arbeitet er mit dem US Gitarristen Ben Forrester zusammen und präsentiert ein atmosphärisch dichtes Werk mit Wüsten-Vibe, welches sicher auch die Zeiten spiegelt, in denen wir uns gerade befinden. Auf den Playlists der nationalen und internationalen Radiostationen findet sich der Sound, der sich irgendwo zwischen Tom Petty und den Rolling Stones bewegt immer wieder und beweist, dass hier Copperfield den richtigen Weg geht, auch wenn er sich durch Trends niemals beeinflussen ließ. Mit dem Unplugged Trio, bestehend aus Claus Bächer (keys), Michael Air Hofmann (drums) und Tilo George Copperfield (vocals, guitars) strahlen die Songs eine ganz eigene Magie aus und ziehen das Publikum regelmäßig in ihren Bann. Wer Americana und bluesig angehauchte Musik mag und sich für einen Nachmittag in das Mississippi Delta oder nach Nashville versetzen lassen möchte, der sollte sich das nicht entgehen lassen.
16.00 Uhr Roman Babik
Der Wuppertaler Jazz-Pianist und Komponist Roman Babik spielt seit 20 Jahren als Bandleader der «Urban Wedding Band», als Sideman bei «Club des Belugas» sowie verschiedenster weiterer Formationen auf Club- und Festivalbühnen der Europäischen Jazz-Szene. So trat er unter anderem schon auf dem Den Haag Jazz Festival, dem North Sea Jazz Festival und als Solist mehrfach auf dem Montreux Jazz Festival auf. Dieses Jahr ist der Künstler mit einem ganz besonderen Projekt unterwegs: Zusammen mit der deutsch-schwedischen Sängerin Anna.Luca, dem Schlagzeuger Marcel Kolvenbach, dem Bassisten Philipp Bardenberg und dem aus Kiev stammenden Saxophonisten Dimitrj Markitantov präsentieren die fünf Musiker die grössten ABBA-Hits auf ihre ganz eigene Art und Weise; mit jazzigen Arrangements und viel Raum für Improvisation. Spätestens jetzt kann jeder zum ABBA-Fan werden!
18.00 Uhr Felix Rabin
Das scheinbar brave und introvertierte Wunderkind der Neuenburger Rockszene verbirgt in sich eine Raserei, die von den Vibrationen seiner Saiten ausgelöst wird. Sein musikalisches Universum entsteht aus der Spannung zwischen der Bühnenpräsenz eines Gitarrenhelden und der metaphysischen Einsamkeit eines Songwriters. Geprägt von den Einflüssen eines Gary Clark Jr. oder John Mayers, ist Félix Rabin fest in seinem mit Blues und Funk versetzten Pop-Rock verankert, der seine Ursprünge in den Eskapaden der Ikonen der Sixties und Seventies findet. Mit erfinderischen und melodiösen Riffs gelingt es dem Künstler, starke Emotionen hervorzurufen. Félix, „The Kid Of Montreux“, wie er anlässlich des Montreux Jazz Festivals 2015 von der Presse betitelt wurde, lebt seine Musik mit einer seltenen Sensibilität, welche er durch aussergewöhnliche und faszinierende Improvisationen an der Gitarre stetig weiterentwickelt. Die aktuelle EP „Pogboy“ des Künstlers beinhaltet sechs Eigenkompositionen und wurde 2019 in Los Angeles von dem mehrfachen Grammy-Gewinner Ross Hogarth (Van Halen, Ziggy Marley, REM) aufgenommen und gemischt. Félix Rabin und seine Band werden im Sommer 2023 endlich wieder auf Tour gehen und ihren Fans „Pogboy“ live präsentieren. Ein Konzerthighlight, welches sich kein Gitarrenfan entgehen lassen sollte!
20.00 Uhr Henrik Freischlader
Mit neuer Band und einem neuen Studio Album möchte Henrik Freischlader auf die Bühnen der Clubs und Festivals zurückkehren. Die Fans können sich auf intensive Konzerte freuen, bei denen musikalisch aufgeholt wird, was in den letzten Jahren vermisst wurde. Es wird wieder rockiger und natürlich auch etwas lauter als im Internet. Das klassische Bluesrock-Quartett bilden Schlagzeug, Bass, Hammond Orgel, Gitarre & Gesang und es darf sich auf alte Bekannte gefreut werden.
Das Festival bietet Live-Auftritte von lokalen und internationalen Musikern, Essen und Getränken sowie anderen Unterhaltungsaktivitäten. Besucher können die lebendigen Klänge von Jazz-, Blues- und Funkmusik genießen und dabei authentische Cajun- und kreolische Küche probieren. Das Festival ist eine einzigartige Gelegenheit, sich in die lebhafte Atmosphäre von New Orleans einzutauchen, ohne Fürth verlassen zu müssen. Ob Sie ein Musikliebhaber oder ein Feinschmecker sind, das New Orleans Festival in Fürth ist eine Veranstaltung, die Sie nicht verpassen sollten.
