Eine Extraportion Museum! Sonderausstellungen in Nürnberg
- Brot und Spiele - Massenveranstaltungen in der Antike
- Frieden / Krieg
- Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
- Geschichte
- kunst
- Kunst & Kultur
- Meteorite
- museum
- Museum für Kommunikation
- Naturhistorisches Museum Nürnberg
- Sonderausstellung
- WhoAmIWantToBe – Avatare in digitalen Spielen
- Wundertier Nashorn: Graphik aus drei Jahrhunderten
- Freizeit
- Kultur
- Nürnberg
- Stadtgeschehen
- Tipps
Wie wär´s mal wieder mit einem Museumsbesuch? Beeindruckende Architektur, Gemälde und Skulpturen von unschätzbarem Wert und Ausstellungen, die euch Geschichte, Wissenschaft und Kunst auf spektakuläre Art und Weise näher bringen, sind in vielen unserer regionalen Museen diesen Winter geboten! Also ab ins Museum, Geschichte erleben und dabei eine kleine Auszeit nehmen!
Hier ein paar Tipps aus Nürnberg für euch:
Nürnberg
Ausstellung „WhoAmIWantToBe – Avatare in digitalen Spielen“
Museum für Kommunikation Nürnberg vom 15. Oktober 2022 – 29. Januar 2023
Gamer: innen wissen es: Lara Croft, Super Mario oder der Werwolf im Fantasy-Rollenspiel – Avatare, also steuerbare Figuren – sind wichtige Elemente von digitalen Spielen. Sie tragen zum Erzählen von Geschichten bei und mit ihnen können Handlungen in der jeweilige Spielwelt ausgeführt werden. Daneben verkörpern sie aber auch verschiedene Identitäten, in die Spieler:innen schlüpfen können. Studierende des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg haben gemeinsam mit Dr. Peter Podrez die virtuellen Personifikationen aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht erforscht. Dabei suchten sie Antworten auf Fragen wie: Wer können wir sein? Als wer können wir spielen? Welche Körperbilder (re-)produzieren Games? Wo sind Stereotype im Spiel und wie können sie überwunden werden? Auf der Suche nach Antworten haben sie Avatare analysiert, transformiert und selbst erstellt. Die Ergebnisse werden in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation präsentiert und zeigen in multimedialen analogen und digitalen Formen die vielfältigen Botschaften von Avataren. Die thematische Bandbreite reicht dabei von Exponaten zu Geschlechter- oder Mensch-Tier-Verhältnissen bei Avataren über Ausstellungsstücke zu psychisch erkrankten oder monströsen Avataren bis hin zu Beobachtungen der Aneignung von Avataren durch Praktiken des Cosplay. Die kleine Schau präsentiert die vielfältigen Botschaften von Avataren aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive.
Museum für Kommunikation Nürnberg, Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg
www.mfk-nuernberg.de
„Wundertier Nashorn: Graphik aus drei Jahrhunderten“
Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg vom 21. Juli 2022 – 26.Juli 2023
Sehr wenige Menschen hatten bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Gelegenheit, ein lebendes Nashorn zu sehen. Auch Dürer kannte ein „Rhinoceros unicornis“ nur aus Beschreibungen aus zweiter Hand. Trotzdem schuf er mit seinem Holzschnitt das über 200 Jahre gültige, nahezu ausschließliche Vorbild für Darstellungen dieses exotischen Tiers. Das Rhinocerus ist wohl die populärste Druckgraphik Dürers und hat Europas Vorstellung vom Aussehen eines Nashorns entscheidend geprägt. Diese Studioausstellung widmet sich auch der Bildgeschichte der nachfolgenden Artgenossen. Rund 40 ausgewählte druckgraphische Blätter des 16. bis 18. Jahrhunderts veranschaulichen sehr eindrucksvoll den Wandel von der phantastischen Kreatur zum realistisch dargestellten Säugetier.
Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
https://www.gnm.de/ausstellungen/highlights2022/wundertier-nashorn
„Frieden / Krieg“
Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg vom 6. September 2022 – 30. Juli 2023
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten die Menschen in den demokratisch organisierten Ländern Westeuropas weitestgehend im Frieden miteinander, der ihnen ein hohes Maß an Sicherheit und Wohlstand gewährte. Ein Blick in die Geschichte lehrt uns jedoch, dass Kriege in allen Phasen der Menschheitsgeschichte ein wiederkehrender Teil des Alltagslebens waren – genauso wie der Wunsch nach dauerhaftem Frieden. Die Sammlung des Germanischen Nationalmuseums besitzt zahlreiche Objekte, die mit Krieg und Frieden in Verbindung stehen. Sie zeigen zum einen, dass Kriege von Herrschern und „starken Männern“ oft verherrlicht wurden, um ihre Macht zu sichern oder vermeintlich „höhere Ziele“ zu erreichen. Sie legen aber auch die damit verbundenen unmenschlichen Grausamkeiten und Zerstörungen kultureller Identitäten schonungslos offen. Im Gegensatz dazu geben viele Objekte dem Wunsch nach Frieden und Gewaltlosigkeit Ausdruck und versuchen Wege in eine bessere Welt aufzuzeigen.
Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
https://www.gnm.de/ausstellungen/highlights2022/frieden-krieg
„Meteorite – Steine, die vom Himmel fallen“
Sonderausstellung im Naturhistorischem Museum vom 8. Mai 2022 – 8. Januar 2023
Der Unter-Mässing, der größte noch existierende Eisenmeteorit Deutschlands, feierte 2020 sein 100-jähriges Fundjubiläum. Die aus diesem Anlass geplante Meteoriten-Sonderausstellung wird nun in diesem Jahr nachgeholt: Es werden zahlreiche Meteorite verschiedener Klassen präsentiert. Neben historischen Meteoriten wie Krasnojarsk, L’Aigle, Putusk und Meteoriten von Mond und Mars werden auch der größte deutsche Steinmeteorit Benthullen, einer der berühmten Neuschwanstein-Meteorite und Exemplare des spektakulären Falls von Chelyabinsk aus dem Jahr 2013 zu sehen sein. Auch werden die Impaktkrater der Großmeteoriten nicht vergessen, denn Impakte haben das Leben auf der Erde beeinflusst und Landschaften geprägt wie z. B. das Nördlinger Ries. Durch Hitze und Druck veränderte Gesteine wie Tektite, Impaktgläser, Impaktbrekzien und Strahlenkegel runden die Ausstellung ab. Wo kommen Meteorite her, aus was bestehen sie, wie erkenne ich sie und welche Bedeutung haben sie für die Wissenschaft? Diese und viele Fragen mehr werden hier anschaulich beantwortet! Führungen für Gruppen werden ebenfalls gerne angeboten, bitte unter paedagogik@nhg-nuernberg.de oder info@nhg-nuernberg.de anfragen!
Naturhistorisches Museum Norishalle, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg
www.nhg-museum.de
„Brot und Spiele – Massenveranstaltungen in der Antike“
Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum vom 5. November 2022 – 6. Mai 2023
Wir verbinden heute den Begriff „Brot und Spiele“ mit prächtigen, aber oberflächlichen Spektakeln, welche die Menschen von wichtigen politischen Fragen ablenken sollten. Nichts könnte der antiken Denkweise aber ferner liegen: In den Massenveranstaltungen sowohl der Griechen in Theater und Stadion wie auch der Römer in Amphitheater und Circus manifestierten sich politische Macht und Einfluss der Menschen. Die Zuschauer gingen nicht einfach nur zur Unterhaltung ins Theater oder ins Amphitheater und in ihrem Bewusstsein war der religiöse oder gesellschaftspolitische Bezug, den die Veranstaltungen hatten, stets präsent! Hollywood hat uns gerade bei den Gladiatorenkämpfen und Wagenrennen das Bild eines entmenschlichten Pöbels vermittelt, der Ströme von Blut sehen wollte. Dies trifft aber in keiner Weise zu. Die Zuschauer besaßen oft selbst praktische Kenntnisse der Kampftechniken und beurteilten die Gladiatoren danach, ob sie fair und mutig gekämpft, keine Feigheit und Hinterlist gezeigt und wenn möglich, den Gegner ohne Blutvergießen besiegt hatten. In der Frühzeit fanden Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe in Stadien statt, bevor sich der Gebäudetypus des Amphitheaters entwickelte. Ein Wagenrennen im Amphitheater war dagegen nicht möglich, da es aufgrund seiner Dimensionen viel zu klein dafür war (das Wagenrennen am Ende des Films „Gladiator“ im Kolosseum ist also eine reine Erfindung). Ziel dieser Ausstellung ist es, den Besuchern eine klare Vorstellung davon zu geben, wie nd wo Menschen in der Antike Veranstaltungen, die bis heute unsere Phantasie anregen, besuchten.
Foyer im Naturhistorisches Museum Nürnberg, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg
www.nhg-museum.de
